Sharon Stone ist wütend über expliziten „Basic Instinct“-Director’s Cut


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Basic Instinct“, der im Jahr 1992 erschienene Film über Detective Nick Curran – gespielt von Michael Douglas –, der den Mord an einem ehemaligen Rockstar aufklären will und sich dabei in die Hauptverdächtige verliebt, machte Hauptdarstellerin Sharon Stone zu einem Weltstar und Sexsymbol der 1990er-Jahre. Als besonders aufsehenerregend gilt die Szene, in der Stone während eines Verhörs die Beine übereinanderschlägt, ohne einen Slip darunter zu tragen. Nun feiert „Basic Instinct“ 30. Jubiläum – und zu diesem Anlass sei eine Neuauflage als Director’s Cut geplant, die noch wesentlich mehr sexuell aufgeladene Szenen enthalten soll als die Originalversion. Das sagte die heute 63-Jährige in der australischen TV-Show „A Current Affair“. Sie selbst ist damit aber ganz und gar nicht zufrieden.

„Niemand hat mich gefragt, wie ich mich dabei fühle, das kann ich Ihnen sagen“

Im Gespräch mit Tracy Grimshaw sagt Stone: „Ich denke, dass es eine gewisse Schwerhörigkeit gibt, wenn es um diese Art von Verhalten geht, dass die Leute einfach weitermachen wollen und die Gedanken und Gefühle ignorieren, wie Frauen im Allgemeinen darüber denken. Niemand hat mich gefragt, wie ich mich dabei fühle, das kann ich Ihnen sagen.“ Dass Sharon Stone sich von „Basic Instinct“-Regisseur Paul Verhoeven verraten fühlt, ist keine Neuigkeit: Schon in ihrer Autobiographie „The Beauty of Living Twice“ schrieb die Schauspielerin, dass ihr während den Dreharbeiten damals nicht gesagt wurde, dass man ihren Intimbereich im Film erkennen könne. So sagte Stone in ihrer Rede bei dem „GQ Men of the Year Award“ im Jahr 2019: „Mein Regisseur meinte zu mir: ‚Kannst du mir deine Unterhose geben? Die sehen wir in der Szene und du solltest keine Unterhose anhaben. Aber man wird das später nicht sehen.‘ Und ich habe gesagt: ‚Klar.’“

Sexuell problematische Situationen am Set seien für sie leider nichts Neues

Wie sie darauf reagierte? Stone sagt, sie habe den Regisseur des Films, Paul Verhoeven, nach dem Treffen geohrfeigt und danach ihren Anwalt, Marty Singer, angerufen. Der versicherte ihr, dass das, was passiert war, gegen die Richtlinien verstoße und der Film ohne ihre Zustimmung nicht veröffentlicht werden könne. Letztendlich habe sie jedoch eingewilligt, dass „Basic Instinct“ in die Kinos komme. Sexuell problematische Situationen habe es in ihrer Karriere aber öfter gegeben: Stone erzählt in ihren Memoiren auch, dass sie seit Jahren mit sexuellem Fehlverhalten am Set zu tun habe; einschließlich eines Regisseurs, der von ihr verlangte, auf seinem Schoß zu sitzen. Einen Produzenten soll es gegeben haben, der ihr sagte, sie solle Sex mit ihrem Co-Star haben, um die Chemie auf dem Bildschirm zu verbessern.