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Sie flog mit: Prince‘ Protegé Judith Hill über Notlandung und seine Medikamentensucht

Judith Hill war Prince‘ Protegé – die Sängerin und der im April verstorbene Künstler sollen sich geliebt haben. Nun berichtete sie der „New York Times“ von jener Nacht kurz vor seinem Tod, in der sein Flugzeug notlanden musste. Auch sie war mit an Bord und erlebte die durch Medikamente verursachte Überdosis hautnah mit.

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Ihre schnelle Reaktion hatte dem Musiker am 15. April vielleicht das Leben gerettet. Nach einem Konzert in Atlanta flogen Prince, Hill sowie sein Langzeitfreund Kirk Johnson zurück nach Minneapolis. Sie aßen Pasta und Gemüse, besprachen die Shows, als Prince nach etwa einer Stunde Flugzeit das Bewusstsein verlor. „Seine Augen wurden starr. Glücklicherweise schaute ich ihm gerade ins Gesicht“, anderenfalls hätte sie womöglich vermutet, dass der Musiker eingeschlafen sein könnte. Sofort wurde eine Notlandung eingeleitet – am Boden retteten Ärzte ihm mit dem opiathemmenden Medikament Narcan das Leben.

Im Krankenhaus in Moline, Illinois sei er bereits wieder bei Bewusstsein gewesen. Er habe ihr gesagt: „Ich musste um mein Leben kämpfen. Ich erinnere mich, dass ich eure Stimmen von weit weg hörte und ich sagte zu mir selbst: ‚Folge den Stimmen, folge den Stimmen, kehre in deinen Körper zurück, du musst das schaffen.'“ Es sei das Schwerste gewesen, das er je tun musste. Dass Prince medikamentenabhängig war, wussten nicht einmal seine engsten Vertrauten, seine Sucht habe er geheim gehalten. „Ich weiß nur, was jeder über seine Schmerzen weiß – ich habe darüber gelesen. Er hat nie ein Wort darüber verloren, kein Zeichen von Schwäche. Daher war das alles sehr schockierend.“

Nach der lebensgefährlichen Überdosis im Flieger habe er sich allerdings helfen lassen wollen. „Er tat es, weil er besorgt war und er das Richtige für seinen Körper tun wollte. Das ist der Teil, der mir das Herz bricht. Weil er es versucht hat.“

Spotlight: Judith Hill

Judith Hill ist Grammy-Preisträgerin und war zwei Jahre beruflich und privat an Prince‘ Seite. Gemeinsam nahmen sie Musik im Paisley Park auf, er co-produzierte ihr 2015 erschienenes Debüt „Back In Time“. Bereits 2009 hatte sie mit einer Musikgröße gearbeitet, die plötzlich verstorben war. Damals fungierte sie als Backgroundsängerin für Michael Jackson – sie war für die Konzert-Serie „This Is It“ eingeplant. Mit Jackson habe sie privat jedoch nichts zu tun gehabt.

David Livingston Getty Images
Emma McIntyre Getty Images


Prince: Starbesetztes Tribute-Konzert – die Videos

Anlässlich des vierten Todestages (21. April) von Prince wurde im Rahmen der diesjährigen Grammy Awards ein Konzert zu Ehren des Musikers veranstaltet. Die Show, die den Titel „Let’s Go Crazy: The Grammy Salute To Prince“ trug und ein hochkarätiges Line Up bot, war im Anschluss an die Verleihungszeremonie gefilmt worden. Am Dienstag feierte dieses erstmals sein Fernsehdebüt, weshalb Highlights der Show nun auch im Internet zu sehen sind. Während die amerikanische Soul- und Funkband Earth Wind & Fire den Prince-Klassiker „Adore“ aus dem Jahr 1987 spielte, versuchte sich Sängerin St. Vincent an „Controversy“.  Beck performte „Raspberry Beret“, und die Foo Fighters…
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