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„Sons Of Anarchy“ und die Wucht des Ron Perlman

Muss man wirklich noch erklären, wie großartig dieser Mann ist? Wer gerade den Anfang der sechsten Staffel von „Sons Of Anarchy“ gesehen hat (und also auch die ersten fünf Staffeln, die so spannend waren, dass man sich sofort zum US-Start die neuen Episoden runterladen muss), weiß um die schauspielerischen Fähigkeiten von Ron Perlman. Als gefallener SAMCRO-Präsident Clay Morrow zieht er alle Register. Der Typ mag im Gefängnis sitzen, Arthritis in den Händen haben und kaum noch Verbündete, aber mit ihm ist jederzeit zu rechnen. Manchmal braucht es nur eine Großaufnahme seines Gesichts, und schon fangen die härtesten Biker an zu zittern. Dass Perlman in „Sons Of Anarchy“ jetzt den Nur-noch-Bösen spielt und keinen ambivalenten Charakter mehr, ist fast ein wenig schade: Gerade die Zwischentöne, die Widersprüche, die Unwahrscheinlichkeiten liegen dem New Yorker, er macht es sich nie leicht.

Berühmt wurde der 63-jährige Amerikaner allerdings vor allem dadurch, dass er sein prägnantes Gesicht mit dem ausladenden Kinn oft unter massenhaft Make-up verstecken musste: als Neandertaler in „Am Anfang war das Feuer“, als Löwenmann Vincent in „Die Schöne und das Biest“, als buckliger Mönch in „Der Name der Rose“, als Comicfigur „Hellboy“. Man kann ihn trotzdem immer an seiner tiefen Stimme erkennen – und an der Art, wie er selbst die schlimmsten Masken mit einer Sensibilität und Würde trägt, die man in Hollywood selten erlebt. Man muss ihn einfach sehen – fünf kleine Ausschnitte:

Als Vincent in „Die Schöne und das Biest“, Lord Byron und Matthew Arnold zitierend:

Als Salvatore in „Der Name der Rose“, im Feuer singend:

 

Als etwas aufgebrachter „Hellboy“:

 

Als Clay Morrow in der 6. Staffel von „Sons Of Anarchy“:

 

Und als Ron Perlman:

 


„Malcolm Young zeigte Rock'n'Roll den Mittelfinger“: So erinnern sich AC/DC an ihr stilles Genie

„Eigentlich habe mich noch nie wie ein Popstar gefühlt“, sagte Malcolm Young 2008 der US-Ausgabe des ROLLING STONE. „Für mich ist das eher ein gewöhnlicher Job.“ Wenn AC/DC auf der Bühne standen, dann befand sich der Gitarrist meist im Hintergrund, während sein jüngerer Bruder Angus im typischen Schuljungen-Outfit den Derwisch gab. Malcolm Young war immer der Stillste und Zurückhaltendste in der Band. Brian Johnson erinnert sich daran, wie die Rolling Stones die Gruppe 2003 zu einem kleinen Blues-Jam einluden. Young lehnte, anscheinend mit einer gewissen Übelkeit, ab. Johnson: „Es war wahnsinnig witzig zu sehen, wie Keith Richards und Ron Wood…
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