Spotify legt russische Premium-Konten auf Eis


von

Jetzt zieht auch Spotify erste Konsequenzen aus dem Krieg in der Ukraine: Die schwedische Streamingplattform setzt russische Premiumkonten außer Kraft. Die Entscheidung kommt eine Woche, nachdem Spotify sein Moskauer Büro schloss.

Durch diesen Schritt verliert Spotify rund 1,5 Millionen Abonnent*innen. Laut „Metal Hammer“ dürfte das dem Dienst nicht allzu viel ausmachen. Das russische Geschäft mache nicht einmal 1 Prozent des gesamten Einkommens des Streaming-Riesen aus.

„Um den globalen Informationsfluss“ aufrechtzuerhalten, stellt Spotify seine Dienste in Russland nicht komplett ein. Sämtliche Inhalte der russischen Staatsmedien Russia Today und Sputnik hat der Dienst aber schon jetzt aus seinem Angebot entfernt.

Spotify ist damit nicht die einzige Firma, die Russland als Reaktion auf Putins Invasion der Ukraine boykottiert. Spotify schließt sich damit weiteren Unternehmen an, wie Ikea, Disney, Warner Bros., ExxonMobil, General Motors, Apple, BP, Visa, PayPal, Netflix, TikTok, Airbnb, Goldman Sachs, Estée Lauder, H&M, Expedia und Chanel, die ihre Geschäfte in Russland vorerst ausgesetzt haben. Mehrere Musiker*innen sagen seit Beginn des Kriegs anstehende Auftritte und Tourneen in Russland ab.