Steven Tyler von Aerosmith wird 70: Der Sänger mit dem lüsternen Grinsen

Steven Tyler hat seine eigene Theorie davon, wie das mit dem Singen irgendwann losging: „Es muss gewesen sein, als der erste Primat beim Sex stöhnte“, sagt er. „Ich bin überzeugt, dass die Leidenschaft der Stimme daher rührt.“ Tyler singt kaum eine Zeile ohne lüsternes Grinsen oder Augenzwinkern – manchmal überdeutlich („Love In An Elevator“), manchmal subtiler („Walk This Way“).

Im Lauf seiner fast fünf Jahrzehnte als Frontmann von Aerosmith hat er definiert, wie ein Hardrock-Leadsänger zu klingen hat. „Es ist schwer, den Sänger von der Person zu trennen“, sagt Aerosmith-Gitarrist Joe Perry. „Man braucht Persönlichkeit, um ein Frontmann zu sein.“

Die hat Tyler reichlich, und zudem-hinter allem Kreischen, Quietschen, Knurren und Stöhnen ein unfehlbares Gefühl für Intonation. „Wie schon Tony Bennett sagte: ,Ohne Herz wär’s keine Kunst'“, sagt Tyler. „Ich trage mein Herz auf der Zunge.“

Kooperation

Die wichtigsten Songs von Aerosmith

Sweet Emotion

Dream On

Walk This Way

Steven Tyler – die Karriere eines Unzerstörbaren in Bildern


Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who - „Quadrophenia“

Der alles überwältigende Song kommt am Schluss. Regen prasselt, als die ersten Klavierakkorde zu „Love, Reign O’er Me“ einsetzen, dieser Sehnsuchtshymne adoleszenter Jugendlicher, zu der im Jahre später gedrehten Kinofilm (mit Sting!) der Held, ein Mod namens Jimmy, von der Klippe ins Open End springt und sein Scooter zerschellt, während er auf dem Doppelalbum mit einem Bötchen aufs Meer hinausrudert, was natürlich ein bisschen weniger offensichtlich ist. Für „Quadrophenia“ sprechen vor allem drei Argumente: Die Mod-Kultur, die schönste Jugendkultur aller Zeiten; ihre Musik (Northern Soul) war so hitzig wie ihre Tänze elegant und ihr Styling (Parkas, Ponys, enge Anzüge, Mädchen…
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