„Stranger Things“: Diese Songs erleben Streaming-Triumphe – die Zahlen
Das „Stranger Things“-Finale sorgt für Streaming-Rekorde: Prince, Bowie und Djo erleben massive Chart-Comebacks
Das Finale von „Stranger Things“ hat nicht nur Millionen Fans bewegt, sondern auch messbare Spuren in den Streamingcharts hinterlassen. Klassiker von Prince und David Bowie erleben massive Comebacks. Doch den größten Schub erhält überraschend ein Schauspieler aus dem Cast selbst. Das meldet „Billboard“.
Die letzte Episode der Netflix-Serie sorgte zum Jahreswechsel 2025/26 für einen regelrechten Nachfrageboom bei Songs, die im Serienabschluss eingesetzt wurden.
Gleichzeitig profitieren mehrere Darsteller, die parallel als Musiker aktiv sind, von der enormen Aufmerksamkeit rund um das Serienende.
Soundtrack-Effekt: Klassiker erleben Streaming-Explosion
Über Jahre hinweg galt „Stranger Things“ als eine der wertvollsten Serien für Musik-Synchronisationen. Bereits zuvor katapultierte die Serie Songs von Kate Bush oder Metallica zurück in die Charts. Mit dem großen Finale setzt Netflix diesen Effekt ein letztes Mal fort – und übertrifft sich dabei selbst.
Besonders prominent vertreten ist Prince, dessen Nachlass zwei zentrale Songs aus dem Album „Purple Rain“ lizenzierte: „When Doves Cry“ und „Purple Rain“. Beide Titel verzeichneten unmittelbar nach Ausstrahlung des Finales massive Streaming-Zuwächse in den USA.
Prince, Bowie und Fleetwood Mac profitieren massiv
„When Doves Cry“ erreichte in den ersten vier Tagen nach dem Finale knapp 1,8 Millionen Streams, ein Plus von 254 Prozent gegenüber der Vorwoche. Noch stärker fiel der Effekt bei „Purple Rain“ aus: Rund 4,3 Millionen Streams, ein Zuwachs von 648 Prozent. Damit steht sogar eine erneute Rückkehr in die Billboard Hot 100 im Raum.
Auch David Bowie profitiert deutlich. Sein Klassiker „Heroes“ aus dem Jahr 1977, der im Abspann der Episode zu hören ist, legte um 198 Prozent zu und überschritt die Marke von 1,7 Millionen Streams. Ergänzt wird der nostalgische Soundtrack durch Fleetwood Mac: „Landslide“ kam auf fast 4 Millionen Streams (+61 Prozent).
Von Pixies bis Iron Maiden: Breite musikalische Wirkung
Neben den ganz großen Namen setzt das Finale auch auf alternative und härtere Klänge. Pixies („Here Comes Your Man“), Cowboy Junkies („Sweet Jane“) und Iron Maiden („The Trooper“) verzeichneten jeweils dreistellige Wachstumsraten bei den Abrufen.
Hinzu kommt ein allgemeiner Retro-Effekt. Auch Songs von The Clash oder The Police, die teils in früheren Staffeln auftauchten oder in offiziellen Playlists vertreten sind, profitieren von einer neu entfachten Begeisterung für Musik der frühen MTV-Ära. Für Katalogkünstler und Verlage ist das Serienende daher wirtschaftlich ein Gewinn.
Größter Gewinner: Joe Keery alias Djo
So stark der Soundtrack-Effekt auch ist – der größte Streaming-Gewinner des Finales ist kein Altstar, sondern ein Seriengesicht. Joe Keery, bekannt als Steve Harrington, veröffentlicht Musik unter dem Namen Djo und erlebt aktuell seinen größten Karriereschub.
Auch andere Cast-Mitglieder profitieren: Maya Hawke steigert ihre Streams um 76 Prozent, Finn Wolfhard sogar um 107 Prozent. Doch keiner erreicht die Dimensionen von Djo.
„End of Beginning“ feiert Chart-Comeback
Djos gesamter Musikkatalog legte um 114 Prozent auf 18,7 Millionen Streams zu. Digitale Verkäufe stiegen parallel um 364 Prozent. Haupttreiber ist der Song „End of Beginning“, der bereits 2024 bis auf Platz 11 der Billboard Hot 100 kletterte.
Durch den erneuten „Stranger Things“-Effekt kehrte der Titel nun auf Platz 16 in die Charts zurück. In nur vier Tagen sammelte der Song 9,8 Millionen Streams (+114 Prozent) und über 4.200 Downloads (+430 Prozent). Ein erstmaliger Sprung in die Top 10 gilt als realistisch.
Zara Larsson nutzt Rückenwind für US-Durchbruch
Abseits von „Stranger Things“ zeigt sich in den aktuellen Streamingdaten ein weiterer Trend: Zara Larsson entwickelt sich zunehmend zu einer festen Größe im US-Popmarkt. Ihr Song „Midnight Sun“ verzeichnet seit Wochen stetige Zuwächse und erreichte Anfang Januar über 1,4 Millionen Streams in vier Tagen.
Auch die Zusammenarbeit mit PinkPantheress auf „Stateside“ gewinnt rasant an Fahrt. Innerhalb von fünf Wochen stiegen die Abrufe um fast 95 Prozent. Zusätzlich erlebt Larssons älterer Hit „Lush Life“ ein Revival – begünstigt durch Tour-Auftritte und virale TikTok-Clips.
Serienfinale befeuert auch „Heated Rivalry“-Soundtrack
Nicht nur Netflix profitiert vom Serienabschluss-Effekt. Das Finale von „Heated Rivalry“ sorgte ebenfalls für massive Streaming-Zuwächse einzelner Songs. Ellisa Sun steigerte mit „Unravel“ ihre Abrufe um über 187.000 Prozent.
Ähnlich stark fiel der Effekt bei Cailin Russo aus: „Bad Things“ sprang nach dem Finale auf 851.000 Streams und erzielte zusätzlich über 1.100 Downloads. Mit anstehenden TV-Auftritten der Hauptdarsteller dürfte der Hype weiter anhalten.