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The Beatles: Penny Lane könnte aufgrund Sklaverei-Verbindungen umbenannt werden


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Die Penny Lane in Liverpool wurde dank des gleichnamigen Beatles-Songs von 1967 weltbekannt. Nun könnte die berühmte britische Straße aber bald anders heißen.

Nachdem im Zuge der Proteste der „Black Lives Matter“-Bewegung Bedenken immer lauter werden, dass die Penny Lane einst nach einem Sklavenhändler benannt wurde, sei die Straße nun „in Gefahr, umbenannt zu werden“, teilte der Bürgermeister mit.

Penny Lane is in my ears and in my eyes

The Beatles 1966 in New York

Im Rahmen der Black-Lives-Matter-Proteste wurde im englischen Bristol die Statue eines Sklavenhändlers von Demonstranten entfernt, und auch die Straßenschilder der Penny Lane fielen den Demonstrationen zum Opfer. Namensgeber könnte James Penny (gestorben 1799) sein, ein Kaufmann und prominenter Sklavenhändler, der sein vermeintliches Recht, Sklaven halten zu dürfen, bis zum Parlament trug. Die Frage nach dem Namensgeber ist jedoch noch nicht eindeutig geklärt.

Deshalb teilte Liverpools Bürgermeister Steve Rotherham mit, dass die Straße tatsächlich umbenannt werden könnte, sollten sich die Verbindung zu James Penny als wahr erweisen. Er selbst glaube nicht, dass ein Zusammenhang mit dem Sklavenhändler bestehe. Aber: „Wenn es eine direkte Folge davon ist, dass diese Straße wegen James Penny Penny Penny Lane genannt wird, dann muss das untersucht werden“, teilte er am Montag (15. Juni) mit.

„Es muss etwas geschehen, und ich würde sagen, dass dieses Schild und diese Straße möglicherweise Gefahr laufen, umbenannt zu werden“, meint Rotherham. Das wirft die Frage auf: Was wäre, wenn es die Penny Lane nie gegeben hätte? „Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Penny Lane, wovon würde der Beatles-Song dann handeln?“

Santi Visalli Getty Images

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