The Doors „When You’re Strange“: Hier DVDs gewinnen!


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Der Film: Ein bärtiger Mann mit lockiger Mähne kriecht aus einem Autowrack am Straßenrand. Er steigt in einen Ford Mustang und schaltet das Radio an, in dem gerade verkündet wird, dass Jim Morrison verstorben sei. Der Trick mit der Todesnachricht und der lange Bart, mit dem man immer Morrisons Ableben verbunden hat, lassen einen vermuten, man sehe hier einen Schauspieler. Doch er ist es selbst in seinem Kurzfilm „HYW – An American Pastoral“ von 1969. Die seltsamen Momente auf dem Wüsten-Highway sind keine Sensation, vermitteln aber einen Eindruck von der melancholisch-aggressiven Unruhe, die ihn umtrieb. Das Werk ist wie viele der Bühnen- und Fernsehauftritte, die Tom DiCillo („Living In Oblivion“) in seiner Doors-Doku verwendet, auch im Internet zu sehen. Weder zeigt noch erzählt er also etwas Neues.

Gründung, Aufstieg, Differenzen, Probleme mit der Justiz – alles drin. Und doch gibt er mit der Montage aus reichlich Musik, Privataufnahmen und alten Interviews einige magische, unerwartete Eindrücke. Selten hat man Morrison so viel lächeln sehen; sogar auf Fotos in Paris kurz vor seinem Tod. Gleichzeitig wird einem die ungeheure Kraft bewusst, mit der er seine Provokationen vortrug.

Der Soundtrack: Eine dunkle Stimme. Bedeutungsschwanger und vertraut. Johnny Depp ist es, der diese Worte spricht: I left school / and went to the beach to live / I slept on the roof / at night the moon became a women’s face / I met the spirit of music.“ Im Hintergrund Meeresrauschen. Es ist ein kurzes Gedicht von Jim Morrison, das fast nahtlos in die ersten Klavierakkorde und der zirpenden Gitarre von „Moonlight Drive“ fließt. „Let’s swim to the moon…“ Auch wenn das zitierte Gedicht „The Spirit Of Music“ ein wenig prätentiös geraten ist, ergibt sich im Gegenschnitt mit dem thematisch anknüpfenden Song ein wunderbarer Moment, der das Konzept dieses Soundtracks perfekt beschreibt. Hier geht es nicht um bloßes Hit-Abfeuern (gut, die sind auch drauf), hier wurde, ähnlich wie im Film, aus vorhandenem Material eine Art Mixtape gemacht, das Interviewausschnitte, von Johnny Depp gelesene Morrison-Gedichte, rare Live-Aufnahmen und eben Klassiker miteinander verbindet.

Tracklist:
1. Poem: Cinema
2. Poem: The Spirit Of Music
3. Moonlight Drive – The Doors
4. Poem: The Doors Of Perception
5. Break On Through (To The Other Side)(Live – Isle Of Wight 1970) – The Doors
6. Poem: A Visitation Of Energy
7. Light My Fire (Live – The Ed Sullivan Show 1967)- The Doors
8. To Really Be A Superstar – Jim Morrison (Interview)
9. Five To One – The Doors
10. Poem: Wasting The Dawn
11. When The Music‘ Over(Live – Danish TV 1968)- The Doors
12. a) The Four Of Us Are Musicians – Jim Morrison (Interview)
b) Like Them To Listen – Ray Manzarek (Interview)
c) Rock and Roll And Jazz – John Densmore (Interview)
d) Our Music Is Symbolic – Robby Krieger (Interview)
13. Hello, I Love You – The Doors
14. Dead Serious – Jim Morrison (Interview)
15. People Are Strange – The Doors
16. Poem: Inside The Dream
17. Soul Kitchen – The Doors
18. Poem: We Have Been Metamorphosized
19. Poem: Touch Scares
20. Touch Me“ – The Doors
21. Poem: Naked We Come
22. Poem: O Great Creator Of Being
23. The End – The Doors
24. Poem: The Girl Of The Ghetto
25. L.A. Woman – The Doors
26. Poem: Crossroads
27. Roadhouse Blues – (Live – New York 1970) -The Doors
28. Poem: Ensenada
29. Riders On The Storm – The Doors
30. Poem: As I Look Back

Wir verlosen drei Exemplare der Film-DVD. Einfach eine Mail mit dem Stichwort: „The Doors Were Strange“ an verlosung@www.rollingstone. Viel Glück!

Technische Angaben DVD:
Bild: 1,78:1 (anamorph)Sprachen/Ton: Deutsch 5.1 DD, Englisch (5.1 DD, Stereo PCM)
Untertitel: Deutsch

Technische Angaben Blu-ray:
Bild: 1,78:1, Auflösung: 1080/24p Full HD
Sprachen/Ton: Deutsch 5.1 DTS-HD MA, Englisch (5.1 DTS-HD MA, Stereo PCM)
Untertitel: Deutsch

Extras DVD:
Interview mit Jim Morrisons Vater und Schwester; Interview mit Tom DiCillo; Presseheft als PDF; Fotogalerie; Original-Kinoposter

Extras Blu-ray:
Interview mit Jim Morrisons Vater und Schwester; Interview mit Tom DiCillo; Presseheft als PDF; Fotogalerie; Wendecover