Hätte es ein sechstes Album von The Police geben können?


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Schon 1982 hatten The Police eine erste Auszeit voneinander genommen, damit die Musiker eigene Solo-Projekte neben der Band verfolgen konnten. Als „Synchronicity“ ein Jahr später erschien und aus dem Stand zum erfolgreichsten Police-Album wurde, konnte und wollte sich keiner vorstellen, dass es auch das letzte sein würde.

Lange Jahre hielt sich der Mythos, dass eine sechste LP so gut wie fertig war, doch letztlich nie zustande kam – was auch am schweren Schlüsselbeinbruch von Stewart Copeland gelegen haben soll. Ganz so einfach war es aber nicht, wie der Schlagzeuger nun in einem Interview mit „Consequence Of Sound“ erzählte.

Sting drängte es zur Solo-Arbeit

„Nein, es hätte nie ein sechstes Studioalbum gegeben“, so Copeland klar. „Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich dankbar, dass wir fünf Alben bekommen haben. Sting schreibt großartige Musik. Er ist ein Meistermusiker in jeder Hinsicht, (…) mit seiner Fingerfertigkeit, seinem Ohr, seiner Komposition, seinen Texten … es sind eine ganze Menge Fähigkeiten.

Doch wie der 68-Jährige weiter ausführte, deuteten sich wegen der großen Talente der einzelnen Mitglieder schon bei den Aufnahmen zur LP „Zenyattà Mondatta“ (erschien 1980) auch Probleme an, die Ideen gemeinsam umzusetzen, vor allem was Sting betraf. Copeland: „Als wir zusammen mit The Police spielten, waren wir alle sehr eigensinnig und sehr ernsthaft bemüht, uns in und mit dieser Band auszudrücken, was für ihn bedeutete, dass er seine Songs durch die Mühle der Urteile und Veränderungen und Kompromisse gehen lassen musste und sich mit einigen direkten Eingriffen in seine bereits perfekten Ideen auseinandersetzen musste.“

Viele Demos wären schon echte Knaller gewesen und auch ohne Bearbeitung der Police-Kollegen sicher zu Hits geworden, deutete der Drummer an. „Der Kerl wusste, was er tat, und zu der Zeit wollte er es immer weniger hinnehmen, dass seiner Arbeit andere Meinungen aufgedrängt wurden“, sagte Copeland. „Aber er hielt noch drei weitere Alben durch, wofür ich ihm dankbar bin.


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