Ticketmaster: Gutscheine statt Geld zurück


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Der Kartenanbieter Ticketmaster begrüßt den Entscheid des „Corona-Kabinetts“ der Bundesregierung, dass Käufer bei abgesagten Veranstaltungen Gutscheine, und nicht ihr Geld zurück erhalten. Das berichtet „Musikwoche“.

Ticketmaster gehe davon aus, „dass Bundesrat und Bundestag diesen Vorschlag alsbald zum Gesetz erheben“. Der neuen Situation sei man gewachsen: „Unser System erlaubt es uns übrigens schon seit Langem, Gutscheine auch in großer Anzahl flexibel auszustellen und an die Kunden zu übermitteln“, zitiert „Musikwoche“ weiter das Unternehmen.

In den USA hatte die Maßnahme Ticketmasters, einen Umtausch der Karten nicht mehr unter der Bedingung „verschoben, verlegt oder abgesagt“ zu ermöglichen, für starke Kritik gesorgt. Stattdessen soll es in Amerika den Kaufbetrag nur noch bei Absagen zurückgeben, nicht bei Verschiebungen und Verlegungen.

„Crew Nation“

Anfang April hatte Live Nation, der Mutterkonzern von Ticketmaster, unter dem Namen „Crew Nation“ einen Fonds in Höhe von zehn Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld soll Crew-Mitgliedern geholfen werden, die von der Corona-Pandemie und abgesagten Events betroffen sind.

Am Donnerstag (15. April) gab die Bundesregierung bekannt, dass sämtliche Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August verboten sind: also alle Open-Airs-Festivals und Fußballspiele vor Publikum.