Till Lindemann: Rammstein-Sänger leistet Soforthilfe am Berliner Hauptbahnhof


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Heute um 17 Uhr erscheint die neue Rammstein-Single „Zeit“. Doch der gestrige Abend auf dem Berliner Hauptbahnhof war keine Promotion-Aktion. Sänger Till Lindemann hat sich auf die Zwischenebene begeben, wo vom Gleis 14 der Strom der Geflüchteten aus dem Warschau-Express strandet.

In den sozialen Medien kursieren Fotos und kurze User-Berichte über den Mann mit der schwarzen Mütze im blauen Wintermantel. Userin alisa.comm hat etwa auf ihrem Instagram-Account ein Foto gepostet, das sie, eine Freundin und Lindemann zeigt. Dazu schreibt sie, dass sie eigentlich auf der Suche nach einer Bleibe in Berlin war. Ein Helfer hätte ihr gesagt, dass die Stadt überfüllt wäre. „Aber sie haben ein großes Zelt für Flüchtlinge in der Nähe des Bahnhofs aufgebaut. Dort könnten wir bleiben.“

Neben einem bewundernden Hinweis auf seine „freundlichen und schönen Augen“ heißt es dort, dass Lindemann und seine Bekannte Alisa und ihrer Freundin spontan eine Unterkunft in einem Berliner Hotel besorgt und weitere Unterstützung angeboten hätte.

Die offenbar nicht koordinierte Aktion passt zum Aufruf zu einer universellen Menschlichkeit, den Rammstein vor einigen Tagen per Facebook und die Band-Website verbreiten. Auf Englisch, Russisch und Ukrainisch bezieht man aber Stellung gegen den Aggressor aus dem Kreml: „Die Band Rammstein möchte ihre Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck bringen, das sich gegen den schockierenden Angriff der russischen Regierung wehrt“.

Zuvor hatte Lindemann zwei Konzerte seiner Solo-Tour „Ich hasse Kinder“ in Russland abgesagt. Via Instagram postete er ein Layout seiner internationalen Gastspiele. Auf diesem sind die Konzerte in Moskau und Novosibirsk, die im November stattfinden sollten, mit einem „Abgesagt“-Stopper versehen. Das Konzert am 16. November in Kiew hingegen ist bislang nicht gestrichen.

 

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