Für Woody Allens Frau ist Timothée Chalamet ein „Saftsack“
Die Erkenntnisse, die durch die Epstein-Akten gewonnen werden, sind von sehr unterschiedlicher Natur. Nun wissen wir auch, wer dem „Marty Supreme“-Star wohl keinen Oscar gönnt.
Man kann nicht von allen gemocht werden! Jahre lang kultivierte Timothée Chalamet den Ruf, einer der talentiertesten Jungstars Hollywoods zu sein. Auch dieses Jahr ist er wieder für den Oscar nominiert (für seine Rolle in „Marty Supreme“). Wie nun ein Auszug aus den Epstein-Akten zeigt, hält sich die Bewunderung bei manchen allerdings in engen Grenzen.
Woody Allens Ehefrau Soon-Yi Previn soll Timothée Chalamet in einer E-Mail aus dem Jahr 2018, die in den Epstein-Akten enthalten ist, als „Saftsack“ bezeichnet haben. Das berichtet „NME“. Der Austausch war Teil von Millionen von Dokumenten, die im Zusammenhang mit dem verurteilten ehemaligen Finanzier Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden, der im Juli 2019 wegen Sexhandels mit Minderjährigen inhaftiert wurde. Er nahm sich im August desselben Jahres im Gefängnis das Leben.
Der E-Mail-Kontakt zeugt deutlich davon, dass Previn von Chalamet nicht wirklich viel hält. Sie leitete einen Verriss von Chalamets Film „Hot Summer Nights“ (2018) weiter und schrieb dazu an Epstein: „Ich bin froh, dass der Film dieses Saftsacks Chalamet keine gute Kritik bekommen hat. Nein, ich bin nicht rachsüchtig. :-)”

Woody Allen besetzte Timothée Chalamet für „A Rainy Day In New York“
Obwohl aus dem Netz-Kontakt nicht hervorgeht, warum die 55-Jährige so feindselig gegenüber dem Schauspieler eingestellt ist, lässt sich ihre Haltung vielleicht dadurch erklären, dass Chalamet sich zuvor deutlich von Woody Allen distanziert hatte. Der Mime spielte in dessen Film „A Rainy Day In New York“ mit. Zu der Zeit wurden die lange Zeit bereits in Vergessenheit geratenen Missbrauchs-Vorwürfe gegen den Regisseur wieder laut. Amazon kippte damals sogar den Film. Allen hat alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
Chalamet spendete anschließend seine Gage für den Film an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen und drückte sein Bedauern darüber aus, mit dem einstigen Star-Filmemacher zusammengearbeitet zu haben. Auf Instagram schrieb er: „Ich möchte nicht von meiner Arbeit an dem Film profitieren.“ „A Rainy Day In New York“ wurde 2019 dann doch noch veröffentlicht. Viele bezeichneten den Film, um es vorsichtig zu sagen, nicht als das beste Werk Allens.