„Toy Story 4“ kommt 2019 in die Kinos – mit neuem Konzept?

„Toy Story“ spiegelte immer auch ein wenig die Entwicklung des Pixar-Studios, das als kleine Kreativschmiede zur größten Animationstraumfabrik aufstieg und einige Jahre lang die größten, schönsten, nachdenklichsten Trickfilme machte, die man sich vorstellen kann. Es wäre nicht vermessen zu sagen, dass es eine ganze Generation gibt, die sich durch diese Filme definiert wie einst eine andere durch die großen Disney-Klassiker.

Seit einiger Zeit ist Pixar allerdings etwas ins Schwanken geraten (um genau zu sein: seit Disney den Laden komplett geschluckt hat) – und anstatt originärer Stoffe werden vor allem Franchises bedient („Cars“) oder Storys für bestimmte Zielgruppen produziert (noch einmal „Cars“ und „Merida“). Dass den Machern immer noch genügend einfällt, offenbarten zwar „Alles steht Kopf“ und natürlich auch der wundervolle „Coco“. Doch dazu kommen eben inzwischen auch herbe Flops („Arlo & Spot“).

Umso spannender ist, dass Pixar noch einmal „Toy Story“ aufleben lässt. Wie das Studio am Wochenende auf Facebook postete, wird der vierte Teil der Reihe am 21. Juni 2019 in die Kinos kommen. Details über die Handlung des Films werden weitgehend unter Verschluss gehalten. Es gibt aber Gerüchte, dass es um eine Romanze zwischen Woody (im Original: Tom Hanks) und Porzellinchen (Annie Potts) gehen könnte. Es wird aber spannend zu sehen sein, wie Pixar den faden wieder aufnehmen will, der mit dem dritten Teil im Grunde recht klug zusammengeschnürt wurde. Der dritte Teil sollte ja auch eigentlich das Ende der Reihe darstellen.

Kooperation

„Toy Story 4“: Regisseur und Drehbuchautoren wurden ersetzt

Mehr weiß man vielleicht auch deshalb nicht, weil das Projekt aufgrund einer wichtigen Personalie ins Schlingern geraten ist. Wie auch schon bei den ersten beiden Teile sollte eigentlich John Lasseter Regie führen. Doch der Pixar-Chef befindet sich derzeit in einem selbstgewählten Sabbatical, nachdem gegen ihn Vorwürfe der sexuellen Belästigung öffentlich gemacht wurden. Folglich wurde er auch von „Toy Story 4“ abgezogen und durch Josh Cooley (Autor von „Alles steht Kopf“) ersetzt. Auch die Drehbuchautoren Rashida Jones und Will McCormack hatten zuletzt keine Lust mehr auf den neuen Teil und sprachen nach ihrem Abgang von „kreative und vor allem philosophischen Differenzen“.

In einem Statement stellten sie klar, dass Pixar eine Kultur fördere, in der Frauen und Farbige nicht die gleiche kreative Stimme haben.


Der erste „Toy Story 4“-Trailer ist ein einziges nostalgisches Vergnügen

„Toy Story“ spiegelte immer auch ein wenig die Entwicklung des Pixar-Studios, das als kleine Kreativschmiede zur größten Animationstraumfabrik aufstieg und einige Jahre lang die größten, schönsten, nachdenklichsten Trickfilme machte, die man sich vorstellen kann. Es wäre nicht vermessen zu sagen, dass es eine ganze Generation gibt, die sich durch diese Filme definiert wie einst eine andere durch die großen Disney-Klassiker. Seit einiger Zeit ist Pixar allerdings etwas ins Schwanken geraten (um genau zu sein: seit Disney den Laden komplett geschluckt hat) - und anstatt originärer Stoffe werden vor allem Franchises bedient („Cars“) oder Storys für bestimmte Zielgruppen produziert (noch einmal…
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