Trump bei Knicks-Finalspiel lautstark ausgebuht
Der Präsident sorgte am Montag vor Spiel 3 der NBA Finals im Madison Square Garden für logistisches Chaos – und einen eiskalten Empfang.
New York hatte gerade viel zu viel Spaß dabei, das erste NBA-Finals-Auftreten der Knicks seit 1999 zu feiern – da musste Donald Trump natürlich die Party sprengen.
Der Präsident stürzte Midtown Manhattan und den Madison Square Garden am Montag ins logistische Chaos, nachdem er letzte Woche angekündigt hatte, Spiel 3 der Finals persönlich zu besuchen. Während der Nationalhymne wurde Trump von den anwesenden Fans lautstark ausgebuht.
Nach der Ankündigung von Trumps Besuch wurden die Fans aufgefordert, mindestens zwei Stunden früher zu erscheinen, um TSA-ähnliche Sicherheitskontrollen zu durchlaufen. Taschen jeglicher Art waren im Gebäude verboten. Autos in der Umgebung wurden reihenweise abgeschleppt. Fanveranstaltungen wurden verlegt. Der Secret Service richtete einen mehrere Blocks umfassenden Sicherheitsperimeter rund um den MSG und die Penn Station ein – mitten in einem der geschäftigsten Büro- und Pendlerzentren des Landes.
Stundenlanges Warten
Ein Video, das offenbar etwa zwei Stunden vor Spielbeginn aufgenommen wurde, zeigte Karteninhaber, die sich über mehrere Blocks hinweg in langen Schlangen stauten.
Akkreditierte Journalisten, die normalerweise Zugang zu den Umkleidekabinen und Hinterbereichen des Garden haben, um Spieler und Trainer zu interviewen, sollen vor dem Tip-off von Interviews ausgeschlossen worden sein.
New Yorker, Fans und Sportkommentatoren in der ganzen Stadt und Liga machten ihrem Unmut Luft.
Stimmen aus Sport und Politik
„Wenn wir heute Nacht verlieren, gebe ich ihm die Schuld. Ich mache den Präsidenten der USA verantwortlich“, sagte Sportmoderator Stephen A. Smith am Montag. „Verdammt nochmal, ich hoffe, die GOP verliert deswegen Stimmen, falls wir heute verlieren.“
Abgeordneter Hakeem Jeffries (D-N.Y.), gebürtiger New Yorker, warf dem Präsidenten vor, auf den fahrenden Zug aufzuspringen und dabei alle anderen zu belasten. „Ich bin nicht überzeugt, dass Donald Trump ein großer Knicks-Fan ist“, sagte er auf einer Pressekonferenz am Montag. „Ich meine, weiß der Typ überhaupt, was den Unterschied zwischen Karl Rove und Karl Anthony Towns ausmacht? Ich glaube nicht. Er drängt sich einfach rein.“
Selbst Spurs-Point-Guard De’Aaron Fox äußerte Skepsis gegenüber Trumps kurzfristiger Entscheidung, das Spiel zu besuchen. „Dass der Präsident hier ist, macht es für alle anderen nur unbequemer“, sagte er. „Wir werden abgetastet wie beim TSA. Das ist ein bisschen lästig für die Leute, die hier spielen müssen – aber es ist, wie es ist.“