Trumps verzweifelter Feldzug gegen Jimmy Kimmel geht weiter
Der Präsident reagiert auf Kimmels Witze über das unbeholfene Händchenhalten des Paares bei einem Treffen mit König Charles und Königin Camilla.
Donald Trumps offenbar nicht enden wollende Besessenheit, Jimmy Kimmel gefeuert zu sehen, setzte sich am Donnerstag fort – mit einer weiteren verzweifelten Forderung an ABC, den Late-Night-Moderator rauszuwerfen.
„Wann feuert das ABC Fake News Network den todlangweiligen Jimmy Kimmel“, schrieb Trump am Donnerstagmorgen (30. April) auf Truth Social. Der Präsident behauptete anschließend, Kimmel „präsidiere inkompetent über eine der am schlechtesten bewerteten Shows im Fernsehen“, und fügte hinzu: „Die Leute sind wütend. Es sollte besser bald sein!!!“
Auslöser für Trumps jüngste Tirade scheinen einige Monolog-Witze Kimmels vom Vorabend gewesen zu sein, in denen er den Präsidenten und First Lady Melania Trump erneut aufs Korn nahm – wegen ihrer Reaktion auf einen Einzeiler in seinem gefakten White-House-Correspondents‘-Dinner-Bit. „Unser erstes Paar, Donald und Melania, wirkt in letzter Zeit enger denn je, und ich bilde mir ein, dazu beigetragen zu haben“, sagte Kimmel, bevor er ein Video des unbeholfenen Händchenhaltens des Paares bei einem Treffen mit König Charles und Königin Camilla zeigte.
Kimmels Witz über Melania
„Angesichts der Woche, die ich mit dem ersten Paar hatte, sage ich einfach mal: Das ist eine völlig normale Art, miteinander umzugehen, für zwei Menschen, die sich sehr lieben“, scherzte Kimmel. „Vielleicht sind seine Hände deshalb so blau und grün, weil Melania sie immer wegschlägt.“
Trump und Kimmel haben natürlich eine lange Fehde-Geschichte, doch der Streit flammte erneut auf, nachdem Kimmel vergangenen Donnerstag (23. April) in seinem gefakten Correspondents‘-Dinner-Bit gewitzelt hatte, Melania strahle „wie eine werdende Witwe“. Der Witz war zwar offensichtlich ein Seitenhieb auf das fortgeschrittene Alter des 79-jährigen Präsidenten, doch die Trumps bestanden darauf, er sei weitaus finsterer und gewalttätiger gemeint gewesen – nachdem wenige Tage später (25. April) ein Mann versuchte, beim echten White House Correspondents‘ Dinner einen Anschlag zu verüben.
In seiner Show Anfang der Woche wies Kimmel die Forderungen des Präsidentenpaares, ihn zu entlassen, zurück und verteidigte die Formulierung als „einen sehr harmlosen Roast-Witz über die Tatsache, dass er fast 80 ist und sie jünger“. Und obwohl ABC und seine Muttergesellschaft Disney dem politischen Druck nachgegeben hatten, als Kimmel im vergangenen Jahr einen Witz über den mutmaßlichen Mörder von Charlie Kirk machte, hat der Sender bislang keinerlei Anzeichen gegeben, diesmal Maßnahmen gegen Kimmel zu ergreifen.
FCC unter Druck
Dennoch scheint die Trump-Administration bereit, Disney so stark unter Druck zu setzen wie möglich. Anfang der Woche ordnete die FCC an, dass Disneys acht unternehmenseigene ABC-Sender ihre Lizenzverlängerungen innerhalb von 30 Tagen neu einreichen müssen – obwohl die entsprechenden Unterlagen frühestens 2028 fällig wären. Ein Disney-Sprecher erklärte, das Unternehmen werde seine Bilanz „auf dem geeigneten Rechtsweg“ verteidigen.