Unsere Rolling Stone Weekender Sessions: Heather Nova, Nada Surf, Ed Sheeran u. a.


von

Heather Nova – „Higher Ground“

Ein wenig bissig war sie ja, die geschätzte Miss Nova. Eigentlich hatten wir geplant, eine Show am Strand aufzunehmen, was zwar schön ausgesehen hätte an diesem sonnigen Spätherbstag – aber Gitarrespielen bei Fast-Minus-Graden ist eben etwas schwierig. Also machten wir das Appartement der Online-Crew schick, räumten die Socken unter das Sofa, putzten die Küche und drehten die Heizung auf. Leider hatte man einen fünfminütigen Fußmarsch zur Wohnung, was der Crew von Miss Nova ein wenig sauer aufstieß, weil sie dann doch noch ihren Cello-Spieler mitnehmen wollte. Bei ihrer Ankunft sagte sie dann: „Super, das ist ja genauso ein Appartement, wie wir es gerade verlassen haben. Nur bei uns hatten wir noch mehr Sonne.“ Anyway: Als alles aufgebaut war, war es plötzlich gut – sie spielte uns ihr Lied vom „Higher Ground“, gab uns sweet lächelnd ein Interview und erzählte uns nach der Session, dass sie ein wenig neidisch auf ihren Mann und ihr Kind sei – weil die gerade auf der Schwimmbadrutsche waren, die man von unserem Fenster aus sah.

Nada Surf – „Teenage Dreams“

Und schon wieder: Kinder. Ist ja auch irgendwie ein Familien-Festival – unser Rolling Stone Weekender. Diesmal spielte ein kleines Mädchen die Hauptrolle des Intros zu unserer Session mit Matthew Caws von Nada Surf. Wie hypnotisiert beobachtete die Kleine Caws, wie er auf dem Billard-Tisch im Backstage sitzend, die Gitarre stimmte und sich warmsang. Caws bemerkte das, lächelte – und stimmte einen Kätzchen-Song an, den er auch immer seinem Sohn zum Schlafengehen vorgesungen hat. Nachdem die Mutter des Mädchens uns bat, ihr das Video dieses Moments zu schicken, sang uns Caws die neue Nada Surf-Single „Teenage Dreams“.

Ed Sheeran – „The A Team“

Tja, wer hätte es gedacht, dass Ed Sheeran nur wenige Wochen nach unserer Session dermaßen steil geht, und weltweit Chartspitzen erklimmt? Beim Weekender war er jedenfalls noch ein Geheimtipp, obwohl ihm die jungen Engländerinnen da schon zu Turnschuhfüßen lagen. Die Session filmten wir kurz vor seinem Auftritt in der Küche seines kleinen Backstage-Appartements. Sheeran war gerade aus Singapur gekommen, hatte 32 Stunden nicht geschlafen und wollte gerade powernappen, als wir mit unserem Equipment vor der Tür standen. Sein Tourmanager weckte ihn für uns, Sheeran wuschelte sich die Haare, schüttelte Hände, stimmte die Gitarre – und dann sang er uns auf das Kommando „Play!“ des Managers, mal eben diese wunderschöne Version seiner etwas kitschigen Drogen-Ballade.

Howling Bells – „Live On“

Die Howling Bells! Was für eine sympathische Band! Wir hätten noch den ganzen Nachmittag biertrinkend und kickern mit den Joel und Juanita Stein und ihren Bandkollegen verbringen können. Für uns spielten sie nach einem schnellen Match den tollen Song „Live On“ und überlegten nach eigener Aussage dabei, unser schönes Mikrofon mitgehen zu lassen. Am nächsten Tag posteten sie auf ihrer Website dann einen kleinen Blogeintrag, in dem stand: „An 8 hour drive from the Rolling Stone Festival in Germany (which was kikass btw) to Amsterdam yesterday.“ Tja, wir fandes es auch „kikass“. Bitte gerne wiederkommen beim nächsten Album!

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