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Für Fans von Sebadoh: Diese Bands stillen Ihren Hunger nach Lo-Fi

Seit dem 24. Mai läuft Sebadohs „act surprised“ rauf und runter, der Sound der Snare ging bereits in Mark und Bein über, Lou Barlow rief auf jeden Fall bereits mehr als fünfzig Mal dazu auf, die Leere zu feiern. Für alle, die ebenfalls nicht genug bekommen können von der Sonne, die uns die Lo-Fi-Legenden erst kürzlich gebracht haben, hier ein Überblick vergleichbarer Bands. Lassen wir also alles hinter uns, um dann Neuem zu begegnen.

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Pavement

Manch einer mag etwas Zeit benötigen, sich an die außergewöhnlich wackelige Stimme Stephen Malkmus‘ zu gewöhnen, sie gar ästhetisch zu finden. Einmal geschehen, fallen die Texte auf, die surreal wirken, eigentlich aber hemmungslos sind. Pavement veröffentlichten fünf Alben bevor sie sich 1999 als eine der prägendsten Bands der Szene von ihren Fans verabschiedeten. Doch 2020 finden sich Pavement für das kommende Primavera-Sound-Festival in Barcelona und Porto wieder zusammen.

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Dinosaur Jr.

Einen Grund, warum zwischen Sebadohs „Defend Yourself“ und „act surprised“ ganze sechs Jahre Wartezeit lagen, gibt es natürlich auch. Und der ist sogar ziemlich gut: Tatsächlich wird Lou Barlow ständig von Dinosaur-Jr.-Frontmann J Mascis geklaut und auf Tour oder ins Studio entführt. Dort hat er zuletzt 2016 für „Give a Glimpse of What Yer Not“ den Bass eingespielt. Lou Barlow ist aber nicht nur festes Mitglied der Legenden Dinosaur Jr. und Gründungsmitglied von Sebadoh, sondern auch Teil von The Folk Implosion, die sich allerdings bereits 2004 auflösten.

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Built To Spill

Pavement und Dinosaur Jr., aber auch Neil Young haben Doug Martsch, Kopf und das einziges beständiges Mitglied von Built To Spill, erheblich geprägt. Viele Bands verlieren über die Jahre ihre Magie, nicht aber Built To Spill. In liebevoller Detailarbeit kreieren die Indie-Rocker durchdachte Geschichten wie „Living Zoo“ und das zugehörige Sequel „Never Be The Same“. Der Name ist Programm.

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Cloud Nothings

Cloud Nothings sind wie ein alter Freund, der einen auffängt, wenn das Herz bricht. Cloud Nothings nehmen einen mit auf einen Roadtrip durch die Wüste, setzen einen an die Bar, wenn Gesellschaft vonnöten ist. Und dann gehen wir Hand in Hand nach draußen und sehen all die Dinge, die eigentlich echt sein sollten.

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Nada Surf

Nada Surf drangen an die Oberfläche, als sie 1996 die Single „Popular“ auf ihrem Debüt „High/Low“ veröffentlichten. Inhalt: Erwachsene erzählen Jugendliche absurde Dinge darüber, wie sie sich zu verhalten haben. Gleichzusetzen mit purem Sarkasmus – in diesem Kontext. Nada Surf singen von Liebeskummer, legen in ihren Songs „Blonde on Blonde“ von Bob Dylan auf, während der Regen auf die Dächer trommelt.

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Hum

Wie oft hat man als suchender Mensch, irgendwie ruheloses Wesen das Gefühl, etwas Besonderes zu verpassen? Insbesondere in der rasenden Medien-Welt, in der Selbstdarstellung auf sozialen Plattformen eine Norm darstellt, spielt das Fear-of-missing-out-Syndrom als Millenial-Krankheit eine tragende Rolle. Eine passende Zeile dazu findet sich im 1995 erschienen Hit „Stars“: Hum beschreiben ein Mädchen, das glaubt, den Zug zum Mars verpasst zu haben. Ein irgendwie bekanntes Gefühl.

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Midlake

Auf dem Plattenteller dreht sich Midlake. Midlake passen zuhause auf die Hörer auf, lullen sie ein mit ihren folkigen Elementen, nehmen sie mit auf einen Spaziergang durch einen taunassen Wald, morgens, noch bevor die Hitze am Himmel schwebt.

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Low

Der Geschwindigkeitsmesser kommt an seine Grenzen, pegelt sich irgendwo bei langsam bis langsamer als langsam ein. Die ruhige Musik kämpfte damals, Anfang der 90er, gegen das Stimmengewirr an. Aber anstatt die fehlende Aufmerksamkeit des unruhigen Publikums durch hochgedrehte Verstärker zu erhaschen, machten Low es ihrem Publikum nicht gerade leicht: Sie wurden noch leiser, noch ruhiger, wurden zum Inbegriff des Slowcore. Man musste hinhören. Auf ihrem 2018 erschienenen, neuesten Album „Double Negative“ machen Low alles anders. Störgeräusche. Auto-Tune. Beklemmend. Radikal anders. Low eben.

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Sebadoh: Tour 2019

  • 20.09. im Stadtgarten, Köln
  • 22.09. im Musik & Frieden, Berlin

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