Waren die Tierquälerei-Szenen vom „A Dog’s Purpose“-Set gefälscht?


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Ein Golden Retriever, der nach seinem Tod zahlreiche Wiedergeburten erlebt, um sich seiner Existenz und dem Sinn eines Hundelebens bewusst zu werden: Das ist die rührende Geschichte der Hollywood-Komödie, die unter dem deutschen Titel „Bailey – ein Freund fürs Leben“ am 23. Februar in den Kinos startet. Umso schockierender waren die Bilder, welche die Internetplattform „TMZ“ vor wenigen Wochen präsentierte: Ein Schäferhund sollte am Set grob zum Dreh von Schwimmszenen gezwungen worden, mit Gewalt unter Wasser gehalten worden sein und vor Panik zu ertrinken gedroht haben.

Szenen wurden nachträglich bearbeitet

Daraufhin startete PETA einen Boykott-Aufruf gegen den Film, der seitdem mit extrem viel negativer Presse zu kämpfen hatte – so viel, dass aufgrund der Kritik sogar die Premiere in Los Angeles abgesagt wurde. Nun allerdings erstellte eine unabhängige dritte Partei, die „American Humane Association“ ein Gutachten, das besagt, dass die Szenen des geleakten Videos nicht als Tierquälerei zu werten seien, da sie laut „AHA“ nachträglich bearbeitet und zusammengeschnitten wurden.

„Der Hund wurde zu nichts gezwungen“

Zwar wollen die Gutachter festgestellt haben, dass der Umgang mit besagtem Schäferhund etwas besonnener hätte sein können und zudem Stress-Signale des Tieres eher erkannt hätten werden sollen. Das belastende Filmmaterial sei allerdings so zusammengeschnitten worden, dass beim Zuschauer der Eindruck entstünde, der Hund werde gequält, indem er zu bestimmten Handlungen gezwungen worden sei, was definitiv nicht der Fall gewesen sein soll.

Wärmezelt und Tierarzt

Das Tier selbst solle immer wieder zurück ins Wasser gewollt haben, auch, weil er bereits Wochen zuvor für Schwimmszenen trainiert wurde. Zudem seien am Set vorab durchdachte Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Hunde getroffen worden sein: Unter anderem soll ein Wärmezelt bereitgestellt worden sein, in welchem sich der Schäferhund nach dem Dreh der Wasserszenen erholen konnte. Auch habe direkt im Anschluss an das Filmen des Materials eine tierärztliche Untersuchung stattgefunden, die ohne Befunde ausfiel.

American Humane Association

Dr. Stewart von der „American Humane Association“ ließ verlauten, er finde es „enttäuschend, dass die Öffentlichkeit irregeleitet wurde durch eine künstlich erzeugte Kontroverse, gefördert durch eine radikale Organisation wie PETA, die sich der Mission verschrieben hat Tiere aus Filmen und anderen Bereichen unseres Lebens herauszuhalten. Wir sind die Ersten, die sich melden, wenn ein Tier gequält oder missbraucht wird, und wir konnten feststellen, dass nichts dergleichen am Set von „A Dog’s Purpose“ vorgefallen ist.“