Nach Tierquälerei: Film-Premiere von „A Dog’s Purpose“ abgesagt – grausames Video zeigt den Missbrauch


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Es sollte ein berührender Film werden: „Bailey – ein Freund fürs Leben“ erzählt die Geschichte eines Hundes, der mehrere Wiedergeburten durchlebt und dabei Menschen hilft, bevor er seine letzte Ruhe findet. Ganz und gar nicht harmonisch sind allerdings die Szenen, die vor wenigen Tagen auf dem Internetportal „TMZ“ veröffentlicht wurden:

Ein Video zeigt, wie bei den Dreharbeiten zum Film ein Schäferhund in reißendes Gewässer gezwungen wird, obwohl er ganz offensichtlich panische Angst hat. Gedreht werden sollte eine Action-Szene, wovon Ausschnitte bereits im Trailer verwendet wurden – doch die Filmmethoden sind grausam: Da der Hund partout nicht ins Wasser will, wird er von einem Mitarbeiter der Produktion brutal heruntergedrückt; am Ende des Videos wird das Tier gegen eine Wand gespült.

PETA fordert Boykott

Die Tierschutzorganisation PETA rief zum Boykott des Films auf, das Tiertraining-Unternehmen „Birds & Animals“ stand zudem bisher schon öfter wegen Misshandlung ihrer Schützlinge in der Kritik. In Bezug auf die aktuellen Vorwürfe zeigten sich Film-Mitarbeiter schockiert, doch laut Produktionsfirma Amblin und Vertreiber Universal sei das Material eingehend geprüft worden, Grund zur Beanstandung habe man nicht gefunden. Weil Hund Hercules die besagte Wasser-Szene nicht drehen wollte, habe man sie abgebrochen, das Tier sei „glücklich und gesund“.

Pressetermine abgesagt

Aufgrund der heftigen Reaktionen von Tierschützern und Kritikern sagte Filmverleiher Universal nun die große Filmpremiere in Los Angeles ab, die eigentlich kommendes Wochenende hätte stattfinden sollen. Darüber hinaus wurden auch einige Pressetermine auf Eis gelegt, bei welchen man Hauptdarsteller Dennis Quaid und Regisseur Lasse Hallström hätte Fragen stellen können – in dieser Phase der negativen Publicity wahrscheinlich zu riskant für Universal. Seinen deutschen Starttermin am 27. Februar behält der Film allerdings – zumindest vorerst.

Hallström: „Habe nichts mitbekommen“

In einem Statement ließ Hallström wissen, er selbst sei ebenso verstört von dem Video wie alle anderen Betrachter, davon, dass Tiere am Set so behandelt wurden, habe er nichts mitbekommen und hätte solch ein Verhalten auch niemals geduldet – entsprechende Schritte und Strafen würden nun eingeleitet werden.