Warum Tarantino für seinen blutigen „Star Trek“ an kurzer Leine gehalten wird


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Das Drehbuch zu Quentin Tarantinos übernächstem Film, seiner Version von „Star Trek“, wird erstmals nicht er selbst, sondern jemand anderes schreiben: Mark L. Smith, der zuletzt die Script-Umsetzung von „The Revenant“ (nach Michael Punkes Roman) übernommen hatte und der aktuell am Zweiter-Weltkriegs-Drama „Overloard“ arbeitet.

Damit legt Tarantino , der für zwei seiner Werke Oscars für das „Beste Original-Drehbuch“ gewann (1995 für „Pulp Fiction“, 2013 für „Django Unchained“), die Story, seine größte Stärke, in fremde Hände. Seine Bearbeitung von Elmore Leonards „Rum Punch“, aus dem 1997 „Jackie Brown“ wurde, wies bereits große Freiheiten auf.

Will das Studio beim „Star Trek“-Franchise sicher gehen, dass dessen neuer Regisseur, so berühmt er auch ist, dem Werk halbwegs treu bleibt? Als Produzent fungiert zudem J.J. Abrams, der sowohl „Star Trek“, als auch „Star Wars“ („Das Erwachen der Macht“) einen sanften Reboot verpasste und nicht der Kino-Avantgarde zuzurechnen ist.

Quentin Tarantino beschäftigt sich mit Charles Manson
Quentin Tarantino

Nicht jugendfrei

Zumindest soll Tarantino für sein Weltraum-Abenteuer die Erlaubnis bekommen haben, eine „Nicht jugendfreie“-Kategorisierung zu riskieren. Und Smith als Drehbuchautor hat mit dem „Revenant“ auch bewiesen, wie blutig ein Naturfilm sein kann.

Als Begründung für das erstmalige Engagement eines Autoren gab Tarantino übrigens Zeitprobleme an – er will 2019 einen Charles-Manson-Ära-Film ins Kino bringen.

Möglicherweise war dem „Star Trek“-Studio Paramount ein Starttermin ihres Sci-Fi-Films für 2020 einfach zu spät.

https://www.rollingstone.de/tarantino-ranking-alle-filme-von-reservoir-dogs-bis-the-hateful-eight-941503/

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