Wayne Coyne über den Punkrockfaktor von Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“


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Es dürfte eine der unkonventionellsten Möglichkeiten sein, das neue Jahr zu begrüßen: Die Flaming Lips werden bekanntlich um Mitternacht am Silvesterabend gemeinsam mit der Band Star Death And White Dwarfs „Dark Side Of The Moon“ komplett live spielen – und zwar in ihrer Heimatstadt Oklahomo im Cox Center. Zuvor hatten die befreundeten und verwandten Bands (Dwarfs-Sänger Dennis Coyne ist Wayne Coynes Neffe) das Album schon einmal im Studio eingespielt, mit Gastauftritten von Henry Rollins und Peaches. Passend zum Tag des digitalen Releases via iTunes, erzählte Wayne Coyne gegenüber „Pitchfork“, was ihm das Album bedeutet – und wie Punkrock es im Grunde ist.

„‚Dark Side Of The Moon‘ wird oft gedisst, weil es so erfolgreich war“, so Wayne Coyne. „Aber ich habe diese Einschätzung nie geteilt. John Lydon mag mal ein ‚I Hate Pink Floyd‚-Shirt getragen haben, aber auch er wäre wohl der erste, der zugeben würde, dass Pink Floyd in ihren frühen Jahren ziemlich Punkrock waren. Sie waren nur ein paar Typen, die ihre Instrumenten nicht richtig beherrschten und sich sagten: ‚Hey, wir machen mal ein paar weirde Geräusche und nennen uns Pink Floyd.'“ Und während Punk schnell zum Klischee verkommen sei, kommt Coyne zu dem Schluss: „Pink Floyd sind vielleicht sogar mehr Punkrock als viele Punkbands jemals waren.“ Bei Sätzen wie diesen kann man es sich irgendwie nicht verkneifen, an die Flaming-Lips-Collection „Finally The Punkrockers Are Taking Acid“ zu denken…

Das Album gibt es ab heute hier exklusiv im iTunes-Store. Einen guten Eindruck, wie die Flaming Lips gemeinsam mit Star Death And White Dwarfs klingen, vermittelt auch das Video unten.

Flaming Lips & Stardeath And White Dwarfs – Borderline (Madonna-Cover)

2009 Flaming Lips & Stardeath and White Dwarfs – Borderline from George Salisbury on Vimeo.