Wegen Beleidigung: Bono and Larry Mullen, Jr. müssen 1,5 Millionen US-Dollar zahlen


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Es ist ein weiterer bizarrer Fall von Promis vor Gericht: Vor 16 Jahren sollen Bono Vox und Larry Mullen, Jr. von U2 in einem Interview einen brasilianischen Promoter diffamiert haben. Dafür müssen sie nun mit 1,5 Millionen Dollar aufkommen. Dies berichtet die Fanseite @U2.

1998 machte die irische Band während ihrer pompösen „PopMart-Tour“ auch in Brasilien Halt. In einem Interview 2000 sagten die beiden Musiker öffentlich, der Promoter Franco Bruni habe sie für die Konzerte in dem Land nicht entlohnt. Einige Tage nach dem Interview stellte die damalige Bandmanagerin Sheila Roche richtig, die hinfällige Vergütung beziehe sich auf die Autoren-Rechte für Live-Auftritte, nicht auf die Live-Performance an sich.

Moralische und materielle Schäden

Bruni leitet 2003 dennoch eine Zivilklage ein gegen die Band, 2011 fand dies ein vorläufiges Ende. Das Urteil damals: Schlagzeuger Mullen, Jr. ist alleiniger Schuldiger des Vorfalls. Auch nach einer Berufung war der Promoter erfolgreich vor einem brasilianischen Gericht, wie Jusbrasil nun verkündete: Sowohl Bono als auch Mullen werden Strafe zahlen müssen für „moralische und materielle Schäden“.

Die drei Shows in Rio de Janeiro und São Paulo sollen der Band um die 8 Millionen Euro eingebracht haben.