Will Smith von Tour-Geiger wegen sexueller Belästigung verklagt

Ein Tour-Geiger verklagt Will Smith wegen sexueller Belästigung und unrechtmäßiger Kündigung. Der Rapper weist alle Vorwürfe zurück

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Will Smith ist von einem Tour-Geiger verklagt worden. Ihm werden sexuelle Belästigung, unrechtmäßige Kündigung und Vergeltungsmaßnahmen vorgeworfen.

Brian King Joseph reichte die Klage am 30. Dezember beim Superior Court of California in Los Angeles gegen Smith und Treyball Studios Management ein.

Darin wird Smith „räuberisches Verhalten“ vorgeworfen sowie, Joseph „gezielt gepflegt und vorbereitet zu haben, um ihn weiter sexuell auszubeuten“. Das alles im Vorfeld der „Based on a True Story: 2025“-Tour.

Vorwürfe im Zusammenhang mit der Tour

Laut Klageschrift engagierte Smith Joseph im November 2024 zunächst für einen Auftritt in San Diego. Anschließend habe der Rapper ihn eingeladen, sich der Tour 2025 anzuschließen und auf seinem kommenden Album mitzuwirken. In der Klage heißt es, Smith habe Joseph einmal gesagt: „Du und ich haben eine so besondere Verbindung, wie ich sie mit niemand anderem habe.“

Joseph schildert eine „traumatische Abfolge von Ereignissen“, die sich im März 2025 in Las Vegas ereignet haben sollen, wo Smith auftrat. Bei einem Vorfall soll das Management von Smith Josephs Tasche verloren haben, in der sich der Zimmerschlüssel seines Hotels befand. Joseph gibt an, später festgestellt zu haben, dass jemand sein Hotelzimmer in Las Vegas betreten hatte. Ohne dass es Anzeichen für gewaltsames Eindringen gab.

Hotelvorfall und angebliche Beweise

Als Beweis für eine „sexuelle Gewaltdrohung“ wird in der Klage ein handgeschriebener Zettel angeführt, auf dem gestanden habe: „Brian, ich komme zurück. Nur wir“. Versehen mit einem gezeichneten Herz und unterzeichnet mit „Stone F.“

Zudem habe der Musiker „Feuchttücher, eine Bierflasche, einen roten Rucksack, eine Flasche HIV-Medikamente mit dem Namen einer anderen Person, einen Ohrring sowie Entlassungspapiere aus einem Krankenhaus, die einer Joseph unbekannten Person gehörten“, in seinem Zimmer gefunden. Joseph gibt an, er habe „befürchtet, dass eine unbekannte Person bald in sein Zimmer zurückkehren würde, um sexuelle Handlungen vorzunehmen“.

Joseph meldete den Vorfall dem Hotel-Sicherheitsdienst. Den Vertretern von Smith. Sowie der Polizei. Stets über die Nicht-Notrufnummer. In der Klage heißt es, dass wenige Tage später ein Mitglied von Smiths Managementteam ihn wegen des Vorfalls „beschämte“ und ihm mitteilte, dass er entlassen werde, wobei zugleich angedeutet worden sei, Joseph habe sich alles ausgedacht. Joseph erklärt, er habe infolge der Kündigung an „PTBS und weiteren psychischen Erkrankungen“ gelitten.

Reaktionen und Stellungnahme

„Die Umstände des Eindringens in das Hotelzimmer deuten allesamt auf ein Muster räuberischen Verhaltens hin und nicht auf einen Einzelfall“, heißt es in der Klageschrift. Weiter wird ausgeführt, Joseph habe infolge des mutmaßlichen Vorfalls und der Kündigung „schwere seelische Belastungen, wirtschaftliche Verluste, Rufschädigung sowie weitere Schäden“ erlitten.

„Die Vorwürfe von Herrn Joseph gegen meinen Mandanten sind falsch, haltlos und leichtfertig“, erklärte Allen B. Grodsky, ein Anwalt von Smith, gegenüber People. „Sie werden kategorisch bestritten, und wir werden alle verfügbaren rechtlichen Mittel einsetzen, um diese Anschuldigungen zu klären und sicherzustellen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.“

Smith veröffentlichte sein jüngstes Album „Based on a True Story“ im März. Er trat am 20. März 2025 im House of Blues Las Vegas sowie wenige Tage später im SoFi Stadium in Los Angeles auf. Seine Tour startete offiziell im Juni in Rabat, Marokko.