Wolfgang van Halen: Tribute-Konzert für Eddie van Halen unwahrscheinlich


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Bei den Tributkonzerten für den verstorbenen Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins im September stand auch Wolfgang van Halen auf der Bühne – der Sohn von Van-Halen-Gitarrist Eddie van Halen. Das wirft die Frage auf, ob es zwei Jahre nach dessen Tod noch ein ähnliches Abschiedskonzert geben könnte. Das sei aber unwahrscheinlich, sagte Wolfgang van Halen der Zeitschrift „Classic Rock“. Die verbliebene Band sei dafür zu „dysfuktional“.

„Ich denke, ich habe schon bei den Tributekonzerten für Taylor Hawkins [Abschied genommen]“, sagte van Halen. „Ich habe das Gefühl, abschließen zu können, weil mein Teil der Show ein Tribute für meinen Vater war. Dass ich bei den Shows für Taylor spielte, brachte mir diese Katharsis ohne den Stress, mit dem Van-Halen-Lager und den involvierten Parteien auseinanderzusetzen.“

Dass sich die verbliebenen Bandkollegen zusammenraufen können, kann er sich nicht vorstellen. „Ihr Lager ist sehr dysfunktional – alle! Verdammt, es war sogar schwer, Pläne zu machen, als die Band noch aktiv war“, sagte er. „Das ist der Fluch von Van Halen während ihrer gesamten Karriere gewesen. Ich weiß nicht, was es damit bei manchen Bands auf sich hat, aber bestimmte Persönlichkeiten können einfach nicht über ihren Schatten springen, um kollektiv für ein bestimmtes Ziel zu arbeiten.“

Bei den Tributkonzerten in London und Los Angeles hatte Wolfgang die Van-Halen-Songs „On Fire“, „Hot For Teacher“ und „Panama“ gespielt – mit The-Darkness-Sänger Justin Hawkins, Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl am Bass und Josh Freese am Schlagzeug. Er war von 2006 bis 2020 als Bassist selbst Teil der Band. Sein Vater Eddie van Halen war im Oktober 2020 im Alter von 65 Jahren nach einem Schlaganfall gestorben.