Woodstock – die wahre Geschichte: „Wir wollen Geld, ansonsten gibt’s keine Musik!“


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Natürlich war das vielleicht bedeutendste Musikfestival der Geschichte nicht von vornherein als Hotspot der Friedens- und Hippiebewegung geplant gewesen. Der spätere Musikproduzent Michael Lang wollte eigentlich nur ein Aufnahmestudio in Woodstock zum Laufen bekommen. Doch aus einer Werbeidee entwickelte sich ein Abenteuer, das nicht nur Lang, sondern auch seine Partner Artie Kornfeld, John Roberts und Joel Rosenman fast Kopf und Kragen gekostet hätte. Am Ende hatten sie eine Million Schulden.

Mit dem Musikhistoriker Holly George-Warren lässt Lang dieses Himmelfahrtskommando in wirklich allen Details Revue passieren. Das Buch, im Original bereits zum 40. Jubiläum des Festivals erschienen, entwickelt deshalb einen erstaunlichen Sog.

Woodstock 1969
Woodstock 1969

Die Probleme lassen sich kaum zählen: unerwartete Menschenmassen, die schließlich keinen Cent bezahlen; Bands, deren Manager mit Waffengewalt drohen; ein drogenumnebelter Hendrix, der auf der Bühne fast vor Müdigkeit umkippt; Pritschenwagen, die mit Tonnen von Müsli über das Matschgelände tingeln, um die hungrigen Menschen zu versorgen.

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Cover von „Woodstock“
Cover von „Woodstock“

Lang, später Manager von Billy Joel und Joe Cocker, verteidigt auf den letzten Seiten sein Lebenswerk gegen all jene, die ihn als einen Narren der ­Geschichte verspotten und ihn dazu einen schlechten Geschäftsmann nennen. Er hält sein Genie der spontanen Lösungsfindung dagegen und erklärt, wie viel schwieriger es nach Woodstock wurde, ein Musikfestival mit hehren Absichten auf die Beine zu stellen – weil Idealisten kein Geld mehr in die Hand bekommen.

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Ralph Ackerman Getty Images
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