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Zu viele schwarze Briten: Samuel L. Jackson kritisiert Hollywood-Castings

Für Samuel L. Jackson läuft in Hollywood derzeit einiges falsch – vor allem weil allzu viele schwarze Briten für afroamerikanische Rollen besetzt werden. In einem Interview mit dem Radiosender „Hot 97“ bezog sich der 68-Jährige auf den Film „Get Out“ und fragte sich, wie der Film mit einem „amerikanischen Bruder gewesen wäre, der es wirklich fühlt.“

Daniel Kaluuya spielt in dem von rassistischen Gewalttaten handelnden Thriller einen Mann, der die Familie seiner weißen Freundin besucht. „Daniel wuchs in einem Land auf, in dem sich Schwarze und Weiße seit 100 Jahren miteinander ausgehen“, so Jackson. „Was hätte ein Bruder aus Amerika wohl aus der Rolle gemacht? Manche Dinge sind über all gleich, aber nicht alle.“ Auch Schauspieler David Oyelowo, der in „Selma“ mit Martin Luther King Jr. die Hauptrolle und wohl das bedeutendste Vorbild vieler Afroamerikaner spielte, wurde von Jackson erwähnt.

Der britische Schauspieler David Oyelowo als Martin Luther King Jr. in „Selma“
Der britische Schauspieler David Oyelowo als Martin Luther King Jr. in „Selma“

Kritik von „Star Wars“-Star John Boyega

Nun hat der Schauspieler um Entschuldigung für seine durchaus kontrovers aufgenommenen Aussagen gebeten. Grundsätzlich relativieren wollte er seine Gedanken aber nicht. Die britischen Kollegen wollte Jackson demnach nicht kritisieren, weil er auch gerne mit ihnen zusammenarbeite. Stattdessen ginge es ihm um die Besetzungspolitik in Hollywood. Schwarzen Schauspielern aus dem Ausland werde zunehmen häufiger erlaubt, große Rollen in amerikanischen Filmen zu spielen.

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„Es war nur ein Kommentar dazu, dass Hollywood manchmal auf sehr eigentümliche Weise funktioniert“, so der „Pulp Fiction“-Star. „Uns wird dieser Luxus nicht ermöglicht, aber das ist schon okay – wir haben ja auch viele Möglichkeiten, zu arbeiten.“ Jackson hatte zuvor Kritik von „Star Wars“-Darsteller John Boyega einstecken müssen, der den von seinem Kollegen heraufbeschworenen Konflikt auf Twitter „bescheuert“ nannte und unpassend für diese Zeiten.

Atsushi Nishijima picture alliance / dpa
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