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Alles außer Disney: 10 Animationsfilme, die Sie gesehen haben sollten

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Alles außer Disney: 10 Animationsfilme, die Sie gesehen haben sollten

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Mary & Max oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (2009)

Der wohl schwermütigste Knetanimationsfilm aller Zeiten erzählt die berührende Geschichte einer Freundschaft zwischen einem einsamen achtjährigen australischen Mädchen und einem übergewichtigen New Yorker mit Asperger-Syndrom. Die Briefe zwischen den beiden traurigen Seelen offenbaren eine Tiefe der Figuren, die jedes Hollywood-Drama glatt in den Schatten stellt. Wenn der skurrile Humor nicht eh schon zu Tränen rührt, dann wird es auf jeden Fall der ergreifende Schluss tun.

Summer Wars (2009)

Sie wollten schon immer wissen, wo das alles mit dem Internet hinführt? Das einfallsreiche und grandios inszenierte Anime „Summer Wars“ von Mamoru Hosoda – der nächste Mijazaki! – prophezeit es Ihnen: Ein verunsicherter 11-jähriger Computerfreak wird von seinem Schwarm aufs Land zu ihrer großen Familie eingeladen. Zu seinem Schrecken gibt sie ihn als ihren Verlobten aus. Doch es kommt für den verwirrten Teenager noch viel schlimmer, als herauskommt, dass mit seinem Account in einer virtuellen Parallelwelt (eine Art begehbares Facebook) mächtig Chaos ausgelöst wurde. Es kommt zu einer entscheidenden Schlacht zwischen künstlicher Intelligenz und Menschheit.

Alice (1988)

Der tschechische Filmregisseur Jan Svankmajer ist einer der größten Künstler des Puppenanimationsfilms. Seine surrealistischen Kurzfilme in den 60ern und 70ern gehören zu den wohl philosophischsten und subversivsten Werken des Genres. Neben der Inszenierung von belebten Gegenständen und Essen gehört seine Faszination für „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll zu den immer wiederkehrenden (visuellen) Konstanten seines auch Langspielfilme umfassenden Werks. „Alice“ ist seine schaurig-düstere Verneigung vor dem Kinderbuchklassiker. Mit Stop-Motion-Animation schickt der Filmemacher ein Mädchen in eine Albtraumwelt voller psychologisch aufgeladener Symbole. Dagegen ist die Disney-Version reines Kasperletheater.

Das große Rennen von Belleville (2003)

Dieser hinreißende Zeichentrickfilm von Animationskünstler Sylvain Chomet, einer der großen Zauberer seines Fachs, ging zu seinem Kinostart in Deutschland – trotz Oscar-Nominierung – völlig unter. Vielleicht lag es daran, dass die turbulente Geschichte um einen entführten Tour-De-France-Champion, der von seiner klumpfüßigen Oma und drei rüstigen Damen (im Original „Les Triplettes De Belleville“) erzählt, die ihn in der erschreckenden Großstadt Belleville ausfindig machen wollen, kaum Dialoge enthält. Stattdessen ist der Film eine tiefe Verbeugung an die liebevollen audio-visuellen Spielereien von Jacques Tati.

Unten am Fluss (1978)

Martin Rosens mit bescheidenen finanziellen Mitteln adaptierte Filmfassung des gleichnamigen parabolischen Romans von Richard Adams erzählt von dem Kaninchenjungen Fiver, den schreckliche Visionen von der Apokalypse plagen. Er kann seinen Bruder Hazel und seine Kaninchengruppe überzeugen, den eigenen Bau zu verlassen, um ein neues Zuhause zu finden. Mit großem Einfühlungsvermögen inszeniert und von durchaus blutrünstigen Bildern geprägt, erscheint der hellsichtige Stoff auch heute noch aktuell wie nie. Die realistische Darstellung der Nager ist von jener Disneys und Co. meilenweit entfernt. Art Garfunkels zu Herzen gehende Version von „Bright Eyes“ stammt aus diesem Film!


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