12 beste Springsteen-Alben (nicht von Bruce gemacht)
12 großartige Alben mit starkem Springsteen-Einfluss – von Southside Johnny bis Gary U.S. Bonds.
6. Joe Grushecky – „American Babylon“
Als Anführer der in Pittsburgh ansässigen Iron City Houserockers veröffentlichte Joe Grushecky Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre vier Heartland-Rock-Alben. Diese überzeugten mehr Kritiker als Fans, sodass er Sonderpädagoge wurde, um seine Familie zu ernähren. Dennoch blieb er eng mit Bruce Springsteen befreundet, und 1995 taten sie sich für „American Babylon“ zusammen. Die beiden sind bis heute eng verbunden und spielen mindestens einmal im Jahr gemeinsam, doch dieses Album bleibt ihre größte gemeinsame Leistung.
Bruce-Faktor: Springsteen schrieb „Homestead“ und „Dark and Bloody Ground“ mit, fungierte als Produzent und ging mit Grushecky sogar auf Clubtour, um das Album zu promoten.
5. Southside Johnny & the Asbury Jukes – „Hearts of Stone“
1978 veröffentlicht, nur vier Monate nach „Darkness on the Edge of Town“, bleibt das dritte Album von Southside Johnny & the Asbury Jukes ihr bestes. Nach vier Jahren unermüdlicher Tourneen war die New-Jersey-Barband extrem eingespielt, und mit Hilfe von Produzent Steven Van Zandt, Schlagzeuger Max Weinberg und einem Songwriter namens Bruce stellten sie eine beeindruckende Neun-Song-LP zusammen.
„Hearts of Stone“ und „Talk to Me“ sind beide Outtakes aus „Darkness on the Edge of Town“, doch Southside machte sie sich zu eigen. 1987 ernannte „ROLLING STONE“ „Hearts of Stone“ zum 92.-besten Album der vorangegangenen zwei Jahrzehnte.
Bruce-Faktor: Springsteen schrieb zwei der Songs, schrieb an einem weiteren mit und stellte Weinberg und Van Zandt zur Verfügung. Die LP enthält außerdem den späteren E-Street-Bläser Ed Manion.
4. Nils Lofgren/Grin – „1+1“
Mit dem Power-Pop-Trio Grin veröffentlichte Nils Lofgren zwei Alben, bevor Springsteen sein eigenes Debüt „Greetings from Asbury Park, N.J.“ herausbrachte. Das zweite, „1+1“ von 1972, ist das entscheidende Werk, gleichmäßig aufgeteilt zwischen rauen Tracks wie „End Unkind“ und wehmütigen Downtempo-Stücken wie „Lost a Number“. Durchgehend zeigt Lofgren die Gitarrenkunst, die ihn als Teenager zum Sideman von Neil Young (und später zum Mitglied der E Street Band) machte – doch stets im Dienst der Songs, weshalb dieses Album zum Grundstein seiner langen Solokarriere wurde.
Bruce-Faktor: Keiner.
3. Little Steven – „Voice of America“
Steven Van Zandt verließ die E Street Band für dieses Album von 1984 und verpasste die lukrative „Born in the U.S.A.“-Tour – vielleicht war es das sogar wert. „Voice of America“ ist eine leidenschaftliche Sammlung politischer Rocksongs über Themen wie südamerikanische Unterdrückung („Los Desaparecidos“), zwiespältigen Nationalismus („I Am a Patriot“, später eine Hymne für Jackson Browne) und Solidarität („Solidarity“). Das Album erreichte Platz sechs in Norwegen und deutete Van Zandts späteren skandinavischen Erfolg mit der TV-Serie „Lilyhammer“ an.
Bruce-Faktor: Keiner, abgesehen von der Abschiedsbotschaft in den Liner Notes von „Born in the U.S.A.“ („Buon viaggio, mio fratello, Little Steven“).
2. Patti Scialfa – „Rumble Doll“
1993, zwei Jahre nachdem sie Mrs. Bruce Springsteen geworden war, veröffentlichte E-Street-Backgroundsängerin Patti Scialfa ihr Solodebüt. Produziert von Springsteen und Heartbreakers-Gitarrist Mike Campbell, ist es eine wunderbare Bühne für ihre rauchige Stimme und ihr beeindruckendes Songwriting, mit emotional vielschichtigen Stücken wie „Baby Don’t“. Auf den meisten Abenden der E-Street-Tour 1999–2000 sang Patti ein paar Takte des Titelsongs, doch auch die übrigen 99 Prozent des Albums sind hörenswert.
Bruce-Faktor: Er ist Co-Produzent und gelegentlicher Gitarrist. E-Street-Mitglieder Nils Lofgren und Roy Bittan spielen auf dem Album, ebenso die spätere E-Street-Geigerin Soozie Tyrell.
1. Gary U.S. Bonds – „Dedication“
Springsteen co-produzierte dieses mitreißende Comeback-Album von 1981 für den Sixties-Rocker Bonds (am bekanntesten für „Quarter to Three“) und ließ die Party von „The River“ weitergehen, indem er ihm drei Songs gab, die es nicht auf die finale Tracklist jenes Albums schafften. Im folgenden Jahr gab Springsteen Bonds weitere sieben Originalsongs für „On the Line“ – doch „Dedication“ war das Album mit der Nummer-11-Single „This Little Girl“, die beim ersten Hören (oder beim 20. Durchgang in Folge) aus den Lautsprechern explodiert.
Bruce-Faktor: Springsteen co-produzierte das Album mit Bonds und Steven Van Zandt; außerdem spielte er Gitarre und sang ein Duett mit Bonds bei „Jole Blon“.