Nach heftiger Kritik: Michael-Jackson-Satire wird nicht ausgestrahlt

Nachdem die Tochter des „King of Pop“ öffentlich bemerkte, die Darstellung von Michael Jackson in „Urban Myths“ sei „beschämend“, zieht der britische Sender die Ausstrahlung nun zurück.

Satire darf ganz offensichtlich doch nicht alles: Den verstorbenen „King of Pop“ verhöhnen zum Beispiel. – Denn kaum war das geschehen, gingen Fans und Verwandte von Michael Jackson auf die Barrikaden. Eine Petition, die von einem Jackson-Anhänger ins Leben gerufen wurde und zum Ziel hatte, die Ausstrahlung der „Urban Myths“-Episode zu verhindern, in der der Sänger gemeinsam mit Elizabeth Taylor und Marlon Brando mit einem Mietwagen vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 flieht, hatte 20.000 Unterzeichner.

„Wir wollten niemanden verletzen“

Doch der ausschlaggebende Grund für „Sky Arts“, die Ausstrahlung am 19. Januar tatsächlich abzusagen, war ein Tweet von Michael Jacksons Tochter Paris, in dem sie schrieb, die Art, wie ihr Vater dargestellt werde, sei respektlos und beschämend; sie sei extrem verletzt.

Paris Jackson
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In einem Statement ließ der Sender verlauten: „Wir haben die Entscheidung getroffen, die halbstündige „Urban Myths“-Episode „Elizabeth, Michael & Marlon“ in Anbetracht der Bedenken von Michael Jacksons engsten Angehörigen nicht auszustrahlen. Wir wollten einen scherzhaften Blick auf tatsächlich geschehene Ereignisse werfen und hatten nicht die Absicht, damit irgendwen zu verletzen oder zu beleidigen.“

Auch Joseph Fiennes distanziert sich

Zudem fügte der Sender hinzu, dass Schauspieler Joseph Fiennes „vollkommen hinter der Entscheidung steht.“ Fiennes selbst sagte gegenüber dem „Hollywood Reporter“, dass auch er unsicher war, nachdem er für die Rolle gecastet wurde: „Die Entscheidungen, die gemeinsam mit den Produzenten getroffen wurden – ich habe damit gerungen, ich war ziemlich verwirrt und auch schockiert, was mich erwarten würde. Und ich wusste auch von der Sensibilität, die das Thema mit sich bringt, insbesondere für Michaels Fans und seine Familie. Es spiegelt nicht wider, wie er wirklich war.“

Gregg DeGuire FilmMagic
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