Nicholas Brendon, Schauspieler aus „Buffy the Vampire Slayer“, tot mit 54

Co-Stars Sarah Michelle Gellar und Alyson Hannigan würdigen den Schauspieler, der Fanfavorit Xander Harris in allen sieben Staffeln von „Buffy“ verkörperte.

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Nicholas Brendon, der Schauspieler, der in „Buffy the Vampire Slayer“ die Rolle des Xander Harris spielte, ist im Alter von 54 Jahren gestorben.

Brendons Familie gab den Tod des Schauspielers am Freitagabend in einer Erklärung bekannt und teilte mit, dass er im Schlaf an natürlichen Ursachen gestorben sei.

„Wir sind am Boden, den Tod unseres Bruders und Sohnes Nicholas Brendon mitteilen zu müssen“, schrieb seine Familie. „Die meisten Menschen kennen Nicky durch seine Arbeit als Schauspieler und die Figuren, die er über die Jahre zum Leben erweckt hat. In den letzten Jahren hatte Nicky seine Leidenschaft in der Malerei und Kunst gefunden. Er liebte es, sein Talent mit Familie, Freunden und Fans zu teilen. Er war leidenschaftlich, feinfühlig und getrieben vom unermüdlichen Drang zu erschaffen. Wer ihn wirklich kannte, verstand, dass seine Kunst einer der reinsten Ausdrücke seines Wesens war.“

Vom Außenseiter zum Fanfavoriten

Der in Los Angeles geborene Brendon hatte zunächst Mühe, in Hollywood Fuß zu fassen, bevor er die Rolle des Xander Harris in der TV-Serie ergatterte, die auf dem Film „Buffy the Vampire Slayer“ von 1992 basiert. Er verkörperte den sarkastischen, selbsternannten Nerd in Buffys „Scooby Gang“ durch alle sieben geliebten Staffeln der Serie und wurde dabei zum Liebling der Fans.

„Buffy“-Star Sarah Michelle Gellar erinnerte am Samstag in den sozialen Medien an Brendon: „‚Sie werden nie wissen, wie schwer es ist, derjenige zu sein, der nicht auserwählt wurde. So nah am Rampenlicht zu leben und nie in es einzutreten. Aber ich weiß es. Ich sehe mehr als irgendjemand begreift, weil niemand auf mich schaut.‘ Ich habe dich gesehen, Nicky. Ich weiß, dass du in Frieden bist, in dem großen Schaukelstuhl im Himmel.“

Schauspielerin Alyson Hannigan, die mit Brendon in „Buffy“ vor der Kamera stand, würdigte ihn ebenfalls in den sozialen Medien. „Mein lieber Nicky, danke für Jahre voller Lachen, Liebe und Dodgers. Ich werde an dich denken, jedes Mal wenn ich einen Schaukelstuhl sehe. Ich liebe dich. RIP“, schrieb sie.

Karriere nach „Buffy“

Nach „Buffy“ spielte Brendon neben Bradley Cooper in der kurzlebigen Fox-Sitcom „Kitchen Confidential“ und hatte wiederkehrende Rollen in Serien wie „Criminal Minds“ und „Private Practice“. Auf der Kinoleinwand war er in schrägen Horrorfilmen zu sehen, darunter „Psycho Beach Party“ (2000), „Demon Island“ (2002) und „Coherence“ (2013).

Brendons spätere Karriere wurde jedoch von körperlichen und psychischen Problemen überschattet: 2021 musste er sich Wirbelsäulenoperationen unterziehen, ein Jahr darauf erlitt er einen Herzinfarkt infolge eines angeborenen Herzfehlers. Drogen- und Alkoholprobleme zogen über die vergangenen 15 Jahre rechtliche Konsequenzen nach sich, darunter Verhaftungen wegen schwerer häuslicher Gewalt, Raub, Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

„Obwohl es kein Geheimnis ist, dass Nicholas in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, stand er zum Zeitpunkt seines Todes unter medizinischer Behandlung und war zuversichtlich, was die Zukunft anging“, ergänzte Brendons Familie am Freitag. „Unsere Familie bittet in dieser Zeit um Privatsphäre, während wir um ihn trauern und das Leben eines Mannes feiern, der mit Intensität, Vorstellungskraft und Herzblut gelebt hat. Danke an alle, die Liebe und Unterstützung gezeigt haben.“

Tod kurz nach Revival-Meldung

Brendons Tod kommt weniger als eine Woche nach der Nachricht, dass das geplante Revival von „Buffy the Vampire Slayer“ abgesagt wurde – an dem Projekt war der Schauspieler allerdings nicht beteiligt.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil