David Lee Roth: „Classic Van Halen ist wohl zu 30 Prozent Cowboyhut“
Zum dritten Wochenende in Folge gesellte sich der frühere Van-Halen-Frontmann zu Teddy Swims in der Wüste – für eine gemeinsame Performance von „Jump“.
Teddy Swims hat seine aufeinanderfolgenden Coachella-Auftritte mit einem starken Set beim Stagecoach am Samstag fortgesetzt – und holte auch diesmal David Lee Roth auf die Bühne.
Nachdem er seine neue Single „Mr. Know It All“ und „Some Things I’ll Never Know“ von seinem Debüt-Studioalbum „I’ve Tried Everything But Therapy (Part 1)“ gespielt hatte, lud Swims den früheren Van-Halen-Frontmann ein, gemeinsam erneut „Jump“ zu performen. Wie schon bei den beiden vorangegangenen Auftritten beim Coachella war es auch beim Stagecoach der Höhepunkt des Sets – die Fans reckten die Fäuste in die staubige Luft, Cowboyhüte auf dem Kopf, und schmetterten die Lyrics mit.
Bei seinen Coachella-Sets hatte Swims außerdem Joe Jonas auf die Bühne geholt, um die countryangehauchte Jonas-Brothers-Ballade „When You Look Me in the Eyes“ zu singen, sowie Vanessa Carlton, die ihren wiederentdeckten Neunziger-Hit „A Thousand Miles“ spielte.
Roth über Van Halen und Cowboyhüte
ROLLING STONE sprach unmittelbar nach dem Stagecoach-Auftritt mit Roth, der sein Duett mit Swims als „45-[Meilen-pro-Stunde]-Sommerfahrt rauf zum Stagecoach“ bezeichnete und anmerkte: „Classic Van Halen ist wahrscheinlich zu 30 Prozent Cowboyhut und Stiefel.“ Auf die Frage, warum „Jump“ nun schon bei zwei Festivals hintereinander sein Song der Wahl sei, antwortete Roth, der Song habe eine universelle Anziehungskraft – körperlich und emotional. „Es ist ein Song übers Aufsteigen, einen Schuss wagen, ins kalte Wasser springen“, sagte er. „Es geht darum, mit der Stirn voranzugehen – und ich war mit meiner an Orten, wo du nicht mal mit einer Pistole hingehen würdest. Das ist Cowboy-Humor.“
Roth, der regelrecht aufleuchtet, wenn er mit Swims auftritt oder über ihn spricht, sagt, die beiden teilten eine „Wabi-Sabi-Disposition“ – eine japanische Philosophie, die seiner Erklärung nach bedeute, „das, was vollkommen ist, weil es ein bisschen kaputt ist – wie meine Stimme“. Während Stagecoach rockorientierte Acts wie Counting Crows und Third Eye Blind ebenso willkommen heißt wie Genregrenzen sprengende Künstler wie BigXthaPlug, reflektierte Roth darüber, wie sich Rock & Roll seit seinen Van-Halen-Tagen verändert hat.
„Kultur ist ein Verb. Kein Ding. Kultur ist etwas, das man tut, und es verändert sich ständig“, sagte er. „Lern nicht nur Walzer. Lern den Cha-Cha und lern, ihn zu genießen. Das steckt in meinem klassischen Songbook. Von ‚West Side Story‘ bis Ricky Ricardo.“