Ace-Frehley-„Budokan“-Gitarre und Kirk Hammetts „Black Album“-Ouija-Gitarre kommen zur Auktion
Julien's Music Icons versteigert am 29. und 30. Mai in New York Instrumente von Johnny Cash, Eddie Van Halen, Gary Busey und weiteren Legenden.
Gitarren, die zur Geschichte von Johnny Cash, Kiss-Gitarrist Ace Frehley, Metallicas Kirk Hammett und anderen gehören, wechseln Ende des Monats den Besitzer. Das Auktionshaus Julien’s versteigert am 29. und 30. Mai im Rahmen seiner Music-Icons-Reihe in New York City 650 Objekte. Ab dem 13. Mai sind die Stücke im New Yorker Hard Rock Café zu besichtigen.
Eines der faszinierendsten Stücke ist die 1954er Martin D18 des Man in Black, auf der er im Juli 1956 sein Grand-Ole-Opry-Debüt gab und dabei „Folsom City Blues“ und „I Walk the Line“ spielte. Julien’s zufolge nahm er auf dieser Gitarre auch beide Songs auf – ebenso wie „Hey, Porter“ und „There You Go“. Das Auktionshaus schätzt den Erlös auf 100.000 bis 200.000 Dollar.
Nicht weniger bemerkenswert ist Frehleys 1975er Gibson Les Paul, sein #1-„Budokan“-Instrument, auf dem er zwischen 1976 und 1979 – also grob zwischen den Alben „Rock and Roll Over“ und „Dynasty“ – bei jedem Konzert stand. Außerdem nutzte er sie für die Aufnahmen zum Kiss-Album „Love Gun“; Mitschnitte aus dem Tokioter Budokan, nach dem er das Instrument benannte, flossen in „Alive II“ ein. Julien’s erwartet Gebote von Kiss-Fans zwischen 400.000 und 600.000 Dollar.
Frehley, Hammett und Van Halen
Ebenfalls im Angebot: die 1997er Gibson Signature Les Paul Custom, die Frehley beim Super Bowl XXXIII spielte (40.000–60.000 Dollar), sowie eine Light-Show-Sanchez-Custom-Gibson-Les-Paul-Jr., die er auf Kiss‘ Reunion-Tour 1996 einsetzte – darunter beim legendären Brooklyn-Bridge-Gig für MTV (10.000–15.000 Dollar).
Daneben enthält die Auktion weitere hochkarätige Instrumente. Kirk Hammetts 1993er ESP mit leuchtendem Ouija-Brett-Design wird auf 250.000 bis 350.000 Dollar taxiert. Er verwendete sie für die Aufnahmen zum „Black Album“, zu „Load“, „ReLoad“, „Garage Inc.“ und „Death Magnetic“ – und legte ihr folgenden handgeschriebenen Zettel bei: „This was one of my main touring + recording guitars throughout the ’90s.“
Eddie Van Halens gestreifte Charvel-Art-Series-Gitarre, auf der er beim letzten Auftritt der Band mit Sammy Hagar im Jahr 2004 spielte, wird auf 50.000 bis 70.000 Dollar geschätzt. Die 1966er Gibson Southern Jumbo Acoustic Guitar, die Gary Busey in „The Buddy Holly Story“ (1978) spielte, soll zwischen 10.000 und 20.000 Dollar erzielen. Auch Gitarren von Megadeths Dave Mustaine, Anthrax‘ Scott Ian, Mötley Crües Mick Mars und Stevie Ray Vaughan kommen unter den Hammer.
Memorabilia und Kleidung
Unter den Memorabilia-Highlights findet sich ein von den Fab Four signiertes Exemplar des Beatles-Albums „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ (20.000–40.000 Dollar), Joni Mitchells handgeschriebene „Woodstock“-Lyrics (20.000–30.000 Dollar) sowie Jim Morrisons unterzeichnete Kautionsdokumente nach dem mutmaßlichen Exhibitionismus-Vorfall bei einem Florida-Konzert 1969 (20.000–30.000 Dollar). Bei der Kleidung stechen Sabrina Carpenters Shorts aus dem „Manchild“-Musikvideo hervor (1.000–2.000 Dollar), ein Samtanzug, den Led-Zeppelin-Drummer John Bonham 1976 trug (15.000–25.000 Dollar), Handschuhe von Blackpinks Lisa von einem Magazin-Cover-Shooting (400–600 Dollar) sowie ein ärmelloses T-Shirt, das Sex-Pistols-Drummer Paul Cook 1977 auf der Bühne trug (10.000–15.000 Dollar).