250 Jahre USA: Morris Day gibt Trump einen Korb

Martina McBride, Flo Rida, Vanilla Ice und andere sollen auftreten – doch Morris Day and the Time dementierten „Gerüchte“ über ihre Teilnahme.

ROLLING STONE Badge
Empfehlungen der Redaktion

Während US-Präsident Donald Trump wegen seines halbfertigen Ballsaals im Weißen Haus tobt (nachdem er für das Projekt den Ostflügel abreißen ließ und ein klaffendes Loch im Boden hinterließ), sich an seinem Umbau des Rosengartens delektiert und auf dem South Lawn einen achteckigen Käfig für UFC-Kämpfe zu seinem 80. Geburtstag errichten lässt, soll auf der National Mall eine Riesenparty zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten steigen. Trumps UFC-Geburtstagsfeier ist dabei nur eine von vielen Veranstaltungen rund um das Jubiläum.

Am Mittwoch gab Freedom 250 – die selbst als überparteilich bezeichnete Organisation, die nach eigenen Angaben als „offizielle öffentlich-private Partnerschaft“ die „Bemühungen zur Gestaltung der prägenden präsidialen Momente dieses Jubiläumsjahres“ bündelt – das Lineup für die als „Great American State Fair on National Mall“ betitelte Veranstaltung bekannt, die bei vielen für Verwirrung sorgte. Sonny Bunch, Kulturredakteur bei The Bulwark, schrieb auf X: „Das ist das schlechteste Lineup an Musikacts, das ich je gesehen habe.“ Sein Urteil hallte durchs Netz: Kommentator Mike Ginn fragte auf X: „Ist das eine Parodie? Das kann nicht real sein. Eine ‚Great American‘ State Fair zu unserem 250. Geburtstag – und das Beste, was ihr aufbieten könnt, ist das?“

Das aktuelle Lineup umfasst Martina McBride, Flo Rida, Vanilla Ice, Young MC, C+C Music Factory, Milli Vanilli, the Commodores, Morris Day and the Time und Bret Michaels. Die Feierlichkeiten in Washington, D.C., sollen am 25. Juni beginnen und bis zum 10. Juli dauern. Viele erwarten, dass McBride ihren Hit „Independence Day“ von 1994 spielen wird – einen Song, der von Leuten wie Sarah Palin und Sean Hannity zweckentfremdet wurde; geschrieben hatte ihn Songwriterin Gretchen Peters über eine misshandelte Frau, nicht als patriotische Hymne.

Morris Day dementiert

Bemerkenswert: Morris Day and the Time dementierten „Gerüchte“ über ihren Auftritt. In einem Instagram-Post schrieb die Musiklegende aus Minnesota: „Morris Day & the Time werden nicht bei der ‚Great American State Fair‘ auftreten.“ In der Bildunterschrift unterstrich er seine Aussage noch einmal: „It’s A No For Me.“

Instagram Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Die Veranstaltung wird von den Organisatoren als „Feier, die eine Generation nur einmal erlebt“, angepriesen. „Die Feierlichkeiten werden alle 56 US-Bundesstaaten und Territorien in einem einzigen Ereignis im Maßstab einer Weltausstellung vereinen und präsentieren“, heißt es auf der Website von Freedom 250. „Dies ist eine Gelegenheit für Besucher aus ganz Amerika, eine unvergessliche Feier der Menschen und Traditionen zu erleben, die unsere Nation ausmachen.“

Kurz nach seiner Rückkehr ins Amt setzte Trump eine Task Force zur Vorbereitung des 250. Jahrestages der Staatsgründung ein, deren Vorsitz er selbst übernahm – Vizepräsident J.D. Vance wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil