Trump schmeißt die gescheiterten Freedom-250-Konzerte hin und macht sich zum Headliner der „größten Rally ALLER ZEITEN“
Nach massenhaften Absagen von Künstlern ersetzte Trump die Freedom-250-Konzerte durch eine Rally – mit sich selbst als Hauptact und Lee Greenwood als Support.
Nachdem eine ganze Reihe von Künstlern aus den Freedom-250-Konzerten ausstieg, als sie von den Verbindungen der Veranstalter zu Donald Trump erfuhren, verkündete der Präsident am Donnerstag, er werde die Shows durch eine Rally ersetzen – headlined von niemand Geringerem als … ihm selbst.
Die Ankündigung folgt auf seinen früheren Aufruf, die Konzerte abzusagen, und seinen Vorschlag, selbst aufzutreten, nachdem die Künstler überraschend reihenweise abgesprungen waren. Musik soll bei der Rally trotzdem erklingen – in Gestalt des Country-Sängers Lee Greenwood aus den Achtzigern, der den patriotischen Hit „God Bless the U.S.A.“ schrieb.
Auf Truth Social verkündete Trump am Donnerstag, die „größte Rally ALLER ZEITEN“ werde am 24. Juni in Washington, D.C., stattfinden. Offenbar noch immer angesäuert vom Freedom-250-Debakel, beteuerte er, er habe ohnehin keine „Sänger ohne Talent, aber mit hohen Gagen, die einen einschläfern“ gewollt, und „Alles, was wir wollen, seid ihr, ich, ein paar Redner und die großartigste Musik, die je gespielt wurde.“ Außerdem kündigte er an, der Opernsänger Christopher Macchio werde „Nessun Dorma“ und weitere Publikumslieblinge zum Besten geben.
Freedom 250 verliert Künstler
Ende des vergangenen Monats hatte das Organisationsteam von Freedom 250 – geleitet von Keith Krach, einem Trump-Beauftragten – das merkwürdige Line-up des Events bekanntgegeben, das Namen wie Martina McBride, Flo Rida und die Commodores umfasste, dazu Neunziger-Acts wie Milli Vanilli und Vanilla Ice.
Kurz nach der Line-up-Ankündigung erklärten viele der gebuchten Acts – darunter Morris Day and the Time und Young MC –, nicht bei Freedom 250 mitmachen zu wollen. „Für mich kommt das nicht infrage“, schrieb Day in den sozialen Medien.
Young MC sagte gegenüber „VIBE“: „Ich hatte keine Ahnung, dass es als ‚Trump-unterstütztes‘ Event gilt – das war neu für mich. Mein Standpunkt war: Sagt mir, was die Veranstaltung ist, worum es geht, wer ihr seid, und gebt mir dann die Wahl, ob ich dabei sein will oder nicht. Diese Wahl wurde mir nie gelassen. Man hat mir eine Sache erzählt, und dann war es ein Köder-und-Wechsel-Trick. Alle Kommentare, die ich von den Künstlern gesehen habe, die abgesagt haben, zeigen, dass sie dachten, es sei eine normale Show in D.C.“
McBride und Michaels springen ab
Bis Ende der Woche hatten auch McBride, Bret Michaels und die Commodores die Konzertreihe verlassen, die vom 25. Juni bis zum 10. Juli auf der National Mall hätte stattfinden sollen.
Trotz des Schlamassels trommelt Trump unermüdlich für seine Rally. In seinem Truth-Social-Post prahlte er: „Die Rally wird außerdem die wunderbare U.S. Army Band ‚Pershing’s Own‘ und den Armed Forces Choir präsentieren sowie ‚The President’s Own‘ United States Marine Band mit dem Joint Armed Forces Chorus, alle eure Lieblingshits, PLUS einen feinen und hochanständigen Herrn namens Präsident DONALD J. TRUMP!“