Rolling Stones veröffentlichen „Divine Intervention“ – mit The-Cure-Boss Robert Smith
Zum neuen Song „Jealous Lover“ gibt es ein Video mit Anya Taylor-Joy und Charles Melton – außerdem ist „Divine Intervention“ mit Robert Smith erschienen.
Mick Jagger greift auf seinem charakteristischen Falsett aus „Emotional Rescue“ zurück – zu hören auf „Jealous Lover“, einem von zwei neu veröffentlichten Songs vom kommenden Rolling-Stones-Album „Foreign Tongues“, das am 10. Juli erscheint. Das Video zum Song, vorerst exklusiv auf Amazon Music, setzt die Lyrics in Szene: Anya Taylor-Joy wird grün vor Eifersucht, weil sie glaubt, ihr Freund Charles Melton betrüge sie. Das Paar liefert sich einen heftigen Streit auf dem Parkplatz eines zwielichtigen Motels.
Schließlich schleppen sie den Konflikt – und sich gegenseitig – ins Motel, während Jagger „Hands off, jealous lover“ über einem funkigen R&B-Teppich singt. Für Melton nimmt die Sache gegen Ende des Videos eine seltsame Wendung – und wer genau hinhört, erhascht einen Vorgeschmack auf einen weiteren, noch unveröffentlichten Stones-Song namens „Mr. Charm“.
Wer kein Amazon-Music-Abo hat, kann „Jealous Lover“ auf YouTube und anderen Streaming-Plattformen hören. Neben den fünf Stones ist Steve Winwood auf Rhodes-Piano und Orgel zu hören, Produzent Andrew Watt spielt mehrere Instrumente, und Matt Clifford steuert den Synthesizer bei.
Robert Smith spielt mit
Die Band hat außerdem einen weiteren „Foreign Tongues“-Track veröffentlicht: „Divine Intervention“, auf dem The-Cure-Frontmann Robert Smith zusätzliche Gitarre beisteuert. In dem lebhaften Song malt Jagger das Ende der Welt aus – begleitet von Winwood an Piano und Orgel, Watt an Synthesizern und Background-Vocals, Saxofonist James King sowie Trompeter Ron Blake.
Wie Smith auf das Album kam, erklärte Jagger bei einem Presseevent in New York: „Ich kam eines Tages in London an, um meine Vocals einzusingen, und da stand dieser Typ mit dem Rücken zu mir, in einem langen Mantel“, so der Sänger. „Als er sich umdrehte, war er über und über mit Lippenstift bedeckt. Und ich sagte – ich hatte ihn vorher noch nie getroffen – Du bist Robert Smith von The Cure! Er sagte: ‚Ja!‘ Und ich sagte: Na, dann kannst du ja gleich noch was einspielen.“
Die neuen Songs folgen auf die bereits veröffentlichten Singles „In the Stars“ und „Rough and Twisted“. Weitere Gäste auf dem Album sind Paul McCartney, Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Chad Smith und Bruno Mars. Auch Original-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts ist vertreten – mit Aufnahmen aus einer Session kurz vor seinem Tod.
Erstes Album seit drei Jahren
„Foreign Tongues“ ist das erste neue Studioalbum der Band seit drei Jahren. Der ROLLING STONE lobte es in einer Rezension als Fortsetzung der späten Erfolgsserie der Band. „In gewisser Hinsicht ist ‚Foreign Tongues‘ eine Steigerung gegenüber ‚Hackney Diamonds‘, das stellenweise ein wenig zu sehr nach einem Jagger-Soloalbum klang, weil es so stark auf Gesangsmelodien setzte; dieses hier wirkt gitarrenlastiger und durch und durch nach Stones“, schrieb das Magazin und vergab vier von fünf Sternen.
Zum Albumrelease hat die Band außerdem einen Podcast gestartet: „Speaking in Tongues“, moderiert von Norah Jones. Die erste Folge ist bereits verfügbar und enthält Interviews mit Jagger, Keith Richards und Ron Wood.
In einem aktuellen Interview deutete Richards an, dass größere Tourneen für die Band möglicherweise nicht mehr in Frage kommen. „Ich weiß nicht, ob Touren noch machbar sind“, sagte er. „Es ist das Reisen, das einen auszehrt. Aber ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass wir irgendwo eine Residency machen. Egal wo – London, New York, Paris, irgendwo. Ich spiele auch in Rom! Ich sehe keinen Grund, warum man nicht ein paar Shows in einem neuen Format auf die Beine stellen könnte.“