Mick Jagger über neue Musik: Das denkt er wirklich
Mick Jagger lobt Geese und Rosalía und erklärt, warum er die aktuelle Musikszene „Schrott" nennt.
Zur Veröffentlichung des neuen Rolling-Stones-Albums „Foreign Tongues“ hat Mick Jagger nicht nur uns, sondern auch anderen Kollegen ein Interview gegeben.
Im Interview mit dem britischen Magazin „GQ“, in dem es schwerpunktmäßig um „longevity“, also Langlebigkeit geht, sprach der 81-Jährige auch über sein Verhältnis zur neuen Popmusik – ein Credo mit Licht und Schatten.
Viel Schrott sei unterwegs, sagte Jagger über die aktuelle Szenerie. Es sei ihm aber wichtig, auf Ballhöhe zu bleiben. Wörtlich: „So, I don’t ignore what’s going on, but I’m not a slave to what’s going on.“
Geese: „Sehr experimentell“
Besonders angetan zeigt er sich von der US-Rockband Geese. „Sehr experimentell, diese Geese, really. I quite like it.“ Deren Album „Getting Killed“ habe seine Erwartungen übertroffen. „Ich hatte eher mit einer typischen Indie-Platte gerechnet. Dass sie so weit hinausgehen, hätte ich nicht erwartet. Genau das bewundere ich.“
Rosalía überzeugt den Altmeister
Auch Rosalía erhält props vom Altmeister. Das Album „Lux“ sei wirklich super konzeptuell und interessant. „And she really pulled it off.“ Die katalanische Künstlerin habe ihre kreative Vision überzeugend umgesetzt, so Jagger in seiner ausdrücklichen Würdigung.
Zara Larsson, Burna Boy und Afrobeats
Er gab sich zudem als Fan der schwedischen Shakira Zara Larsson zu erkennen. Auch seine Zusammenarbeit mit Burna Boy ist ihm in bester Erinnerung geblieben. Er bezeichnet sich augenzwinkernd als „a real afrobeats person“.
David Bowie als Vorbild
Jagger schlug eine Brücke zu David Bowie. Dieser habe stets den Anspruch gehabt, ausschließlich aktuelle Musik zu hören. Für ihn selbst sei das kaum zu schaffen: „Es ist unglaublich viel Arbeit, immer auf Stand zu bleiben.“
Die Rolling Stones veröffentlichen ihr 25. Studioalbum „Foreign Tongues“ am 10. Juli über Polydor/Universal. Begleitend zum Album startet die sechsteilige Podcast-Reihe „Speaking In Tongues“, die Insider-Einblicke in die Entstehung der Platte geben soll.