„Radio Free Europe“ von R.E.M.: Bruch mit den Rock-Spielregeln
R.E.M. veränderten die Welt in vielerlei Hinsicht mit ihrem „Radio Free Europe“ von 1981.
Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills und Bill Berry brachen jede Spielregel des Rock: Sie kamen aus einer Stadt im Nirgendwo (es gibt ein Athen in Georgia?), auf dem lokalen Label Hib-Tone, keine Power-Akkorde, keine Keyboards, kein Machismo, keine Klischees.
Ein Low-Budget-, hochenergetischer DIY-Sound, der eindeutig aus dem Süden kam – kein Hauch von New York oder L.A. oder London darin. (Wenn auch vielleicht ein bisschen wie Manchester oder Boston.) So down-home und doch so weit draußen. So etwas wie „Indie-Rock“ gab es noch nicht (das Schlagwort wurde erst am Ende des Jahrzehnts geprägt), aber „Radio Free Europe“ war ein Song voller Ideen, die man für sich selbst stehlen konnte.
Wenige Jahre später hatte jede Stadt in Amerika ein paar dieser Bands.
Dieser Text erschien in unserer Liste der 100 besten Debütsingles aller Zeiten