Olivia Wilde findet: Wir sollten besser mit Sex (auf der Leinwand) umgehen

Die Schauspielerin und Regisseurin war im Rolling Stone Studio zu Gast – und sprach über ihre zwei neuen Filme zu Beziehungen, Intimität und gutem Sex.

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Schnallt euch an, Leute – der Hot Olivia Summer™ ist offiziell eröffnet.

Regisseurin und Schauspielerin Olivia Wilde war im Rolling-Stone-Studio zu Gast und sprach über gleich zwei Filme, die sie innerhalb eines Monats ins Kino bringt. Der erste, „The Invite“, läuft bereits in ausgewählten Kinos und startet am 10. Juli bundesweit; es handelt sich um ein Remake des spanischen Films „The People Upstairs“ von 2020, der zwei Paare und eine aus dem Ruder laufende Dinnerparty in den Mittelpunkt stellt. Wilde führte Regie und spielt die Gastgeberin – an ihrer Seite: Seth Rogen, Edward Norton und Penélope Cruz. Der zweite Film, Gregg Arakis „I Want Your Sex“, zeigt Wilde als Performance-Künstlerin, die eine heiße Affäre mit ihrem jüngeren Assistenten beginnt, gespielt von Cooper Hoffman. Dieser Film kommt am 31. Juli in die Kinos.

Beide Filme feierten ihre Premiere beim diesjährigen Sundance Film Festival; „The Invite“ löste dort einen regelrechten Bieterkampf aus und wurde schließlich von A24 für zwölf Millionen Dollar erworben. Beide drehen sich um Beziehungen, Intimität und die heilende Kraft von großartigem Sex. Und beide legen nahe, dass Wilde gerade ihren Moment hat – daher auch das Etikett „Hot Olivia Summer“. (Der Jury wäre auch „Wilde Hot American Summer“ durchgegangen.)

Im Interview spricht Wilde über die Entstehung von „The Invite“, die Zusammenstellung des hochkarätigen Casts – „Es fühlt sich ein bisschen an wie Mad Libs“, gibt sie zu, wenn es um die verschiedenen Schauspielstile im Film geht – und eine ungewöhnliche Probenphase, in der große Teile des Drehbuchs spontan umgeschrieben wurden. Als das Gespräch auf „I Want Your Sex“ kam, stellte sie fest, dass beide Filme ähnliche Themen verhandeln, nur aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln – und dass explizite Sexszenen auf der Leinwand das Publikum offenbar immer noch ein wenig nervös machen.

Sex auf der Leinwand

„Das Komische ist: Schau dir zum Beispiel ‚Heated Rivalry‘ an“, sagt Wilde und verweist auf die äußerst freizügige und äußerst populäre HBO-Max-Serie über zwei Eishockeyprofis, die sich ineinander verlieben. „Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen viel offener sind – zumindest in der Streamingwelt. Vielleicht liegt das daran, dass man zu Hause ist? Vielleicht haben die Leute noch Hemmungen, das in die Öffentlichkeit zu tragen. Vielleicht gibt es das Gefühl: Das ist alles in Ordnung, solange es hinter verschlossenen Türen bleibt.“

„Aber eigentlich“, fährt sie fort, „macht genau das den Reiz aus: mit anderen Menschen zusammenzusitzen und gemeinsam den Schock und die Selbsterkenntnis zu erleben. Das ist eine vergangene Ära – man denke nur an Paul Mazurskys Film ‚Bob and Carol and Ted and Alice‘ von 1969, der eine perfekte Persiflage auf die Welt der Selbstverwirklichung, der Therapie und des EST war, all diese Dinge. Aber er war auch sehr nahbar und hat Menschen zusammengebracht.“

„Ich glaube also, dass Sexualität als solche niemanden wirklich verstört“, schlussfolgert Wilde, „aber der Gedanke, diese Gespräche in einem öffentlichen Rahmen zu führen – dabei werden wir noch ein bisschen nervös. Doch genau diese Nervosität macht es erst spannend.“

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Das vollständige Interview mit Olivia Wilde im Rolling Stone Studio gibt es auf dem YouTube-Kanal von ROLLING STONE oder hier im Artikel.

David Fear schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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