Olivia Wilde: „Ich habe mich noch nie so losgelöst gefühlt“ wie während des „Don’t Worry Darling“-Mediensturms

Die Regisseurin zweifelt, ob es richtig war, ihre wahren Gedanken für sich zu behalten. „Mein Versuch, stark zu sein“, sagt sie, „wirkte dadurch irgendwie unaufrichtig.“

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Als der Sturm aus Gerüchten und scheinbaren Skandalen rund um den Film „Don’t Worry Darling“ von 2022 tobte, verspürte Olivia Wilde den Drang einzugreifen und die Dinge richtigzustellen – entschied sich letztlich aber dagegen, wie die Regisseurin im Podcast „Call Her Daddy“ erzählte. „Ich wollte einfach sagen: ‚Kann ich kurz mit den Leuten reden?’“, so Wilde. „Kann ich einfach hingehen und sagen: ‚Das stimmt nicht‘? Und dann hieß es: ‚Nein, das hilft nichts.‘ Das war wirklich schwer.“ Ohne ihr Eingreifen nahm die Spekulation zeitweise wilde Züge an.

Auf dem Höhepunkt des Pressezyklus, als die Besetzung beim Filmfestival in Venedig auftrat, wurde die Frage, ob Wildes damaliger Freund Harry Styles seinen Co-Star Chris Pine angespuckt hatte, zur größten Geschichte rund um den Film. Noch in derselben Nacht erschien „Don’t Worry Darling“-Hauptdarstellerin Florence Pugh zur Vorführung, posierte jedoch weder für Fotos mit Wilde, noch schenkte sie ihr auch nur einen Blick. Nur wenige Monate zuvor war Wildes Auftritt auf der CinemaCon viral gegangen, als ihr angeblich Sorgerechtsunterlagen überreicht wurden, während sie auf der Bühne neues Material aus „Don’t Worry Darling“ präsentierte.

„Da draußen herrschte dieser öffentliche Wahnsinn, aber mein Privatleben war weit davon entfernt“, sagte Wilde. „Und eigentlich ziemlich bodenständig und schön. Ich hatte in dieser Zeit echte Freude, Liebe und Glück. Es war, als stünde der Tornado direkt vor der Tür – und wenn man drinnen war, dachte man: ‚Wie gemütlich.‘ Und dann öffnete man die Tür, und eine verdammte Kuh und ein Traktor flogen vorbei.“ Die Regisseurin fügte hinzu, sie habe sich „noch nie so losgelöst von der Person gefühlt, über die alle redeten“, und sagte: „Es war auch sehr seltsam, komplette Fiktion als Tatsache gehandelt zu sehen.“

Kritiken als weiterer Dämpfer

Auch die Kritiken halfen nicht gerade weiter. „Olivia Wildes Mittelfinger ans Patriarchat ist bei weitem nicht so ein flammendes Totalchaos wie die PR-Tour des Films“, schrieb David Fear für den ROLLING STONE damals. „Aber gut ist er auch nicht.“

Rückblickend ist Wilde nicht sicher, ob es richtig war, ihre wahren Gedanken für sich zu behalten. „Ich glaube, mein eigener Versuch, stark zu sein und das irgendwie zu überstehen, wirkte dadurch irgendwie unaufrichtig“, sagte sie.

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Nun bereitet sich Wilde mit „The Invite“ auf ihr Comeback vor – ihr erster Spielfilm als Regisseurin seit „Don’t Worry Darling“. Der Film, der am 26. Juni anläuft, zeigt sie selbst an der Seite von Seth Rogen, Penélope Cruz und Edward Norton. Gut eine Woche vor dem Start hat „The Invite“ bislang weder ein Spuckgate noch irgendetwas Vergleichbares zu bieten – und auch keine Fanaufregung darüber, dass die Regisseurin an Styles‘ Konzerten auftaucht. Es könnte also gut gehen.

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