Der Schicksalsschlag, der Bonnie Tyler ein Leben lang prägte

Die Sängerin war über 50 Jahre glücklich mit ihrem Mann verheiratet. Aber doch blieb ein „Herzleid“.

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Bonnie Tyler ist am Donnerstag (09. Juli) nach schwerer Krankheit und mehreren Tagen im künstlichen Koma verstorben. hinterlässt ihren Ehemann Robert Sullivan, mit dem sie seit 1973 verheiratet war. Beide verband glückliche Jahre – aber auch einen Schicksalsschlag, der sich nicht mehr ändern ließ.

Im Alter von 39 Jahren war die Sängerin das erste Mal schwanger. Sie erlitt jedoch nach zwei Monaten eine Fehlgeburt. Obwohl Tyler in der Öffentlichkeit stets den Anschein eines unerschütterlichen Optimismus bewahrte (was auch in ihren großen Hymnen zu hören ist), beschäftigte sie die Fehlgeburt sehr. Sie nannte es in mehreren Interviews später ihr „Herzleid“. Denn später wurde klar, dass die Musikerin keine Kinder haben würde.

Der Verlust wurde auch belastend, weil Tyler es zuvor gar nicht erst versucht hatte, Mutter zu werden. Sie gab offen zu, dass der immense Erfolg in den 1970er- und 1980er-Jahren dazu führte, dass sie die Familienplanung Jahr für Jahr verschob. Neue Alben und Tourneen schienen viele Jahre lang wichtiger. Tragisch war die Fehlgeburt auch deswegen, weil Tyler sofort schwanger wurde, als die die Verhütung absetzte.

Bonnie Tylers große Familie half ihr über den Verlust hinweg

In einem emotionalen Interview mit Podcasterin Elizabeth Day erzählte die Sängerin 2024, dass sie seither ein festes Gefühl im Kopf eingebrannt hatte: „Ich hatte immer im Gefühl, dass es ein Junge gewesen wäre. Ich weiß nicht warum, aber es ist einfach in meinen Gedanken geblieben.“

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In Trauer zu versinken und die Unmöglichkeit, Mutter zu werden, zu beklagen, kam für Bonnie Tyler aber nicht in Frage, wie sie ebenfalls in gleich mehreren Interviews bestätigte. Sie betonte, dass sie nicht mit ihrem Schicksal hadere („Was sein soll, das soll sein“) und dass sie Trost in ihrem Glauben sowie in ihrer riesigen Familie mit 16 Nichten und Neffen (sie hatte fünf Geschwister!) fand.

Da ihr das Wohl von Kindern grundsätzlich sehr am Herzen lag, engagierte sich Bonnie Tyler jahrzehntelang als Botschafterin für das Noah’s Ark Kinderkrankenhaus und das Bobath Children’s Therapy Centre in ihrer Heimat Wales.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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