Darum hat Mick Jagger Elvis Presley nie getroffen

John Lennon warnte Mick Jagger vor Elvis. Im Podcast mit Conan O'Brien verrät die Rocklegende, warum er seinem Idol nie begegnet ist – und bereut diese Entscheidung.

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Der bald 83-jährige Mick Jagger blickt auf ungezählte VIP-Treffen zurück. Eins davon blieb aus – Sir Mick hat den King nie getroffen. Im Gespräch mit Ex-Late-Night-Talker und Comedian Conan O’Brien verriet Jagger, warum es nie eine persönliche Begegnung mit dem acht Jahre älteren Elvis Presley gab.

Beatles-Kollege John Lennon hatte ihm ausdrücklich davon abgeraten. Die Geschichtsbücher des Rock‘n’Roll berichten, dass Elvis eine Villa in der L.A.-Nobelgegend Bel Air, genau genommen am Perugia Way, angemietet hatte.

Genau dort soll das streng geheime Treffen stattgefunden haben, bei dem weder Journalisten noch Kameras erlaubt waren. Lennon war von dieser inszenierten Begegnung bitter enttäuscht – eine Warnung an Jagger also, aus persönlicher Erfahrung.

„Ich erinnere mich, dass John zu mir sagte: ‚Du solltest deine Helden niemals treffen. Ich würde Elvis an deiner Stelle nicht kennenlernen, Mick.‘ Also habe ich auf ihn gehört“, erinnerte sich Jagger im Format „Needs a Friend“ auf der Plattform SiriusXM.

Rückblickend bezeichnete er diese Entscheidung als Fehler: „Das war wirklich dumm von mir. Ich hätte Elvis sehr gern getroffen.“ Lennon habe ihm diese Geschichte mehrfach erzählt. „Vielleicht wäre meine Erfahrung mit Elvis eine ganz andere gewesen“, so Jagger.

Rivalität mit David Bowie

Im Verlauf des über einstündigen Podcast-Gesprächs sprach Jagger außerdem über seine langjährige, freundschaftliche Rivalität mit David Bowie. Der gegenseitige Wettbewerb habe beide Künstler immer wieder zu schrillen Höchstleistungen motiviert. Bowie sei „unglaublich konkurrenzorientiert“ gewesen, so Jagger.

Er erinnerte sich daran, wie Bowie ihm Anfang der 1970er-Jahre den Song „The Jean Genie“ vorspielte. Nachdem Jagger ihn scherzhaft darauf hingewiesen hatte, der Song klinge stark nach den Rolling Stones, räumte Bowie in einer Mischung aus Ironie und Arroganz ein, das Stück sei als „eine Art Hommage“ gedacht gewesen.

Wettstreit mit John Lennon

Auch das Verhältnis zu Lennon war von Konkurrenz geprägt, allerdings auf andere Art. „John und ich waren ebenfalls sehr wettbewerbsmäßig unterwegs. Bei uns äußerte sich das allerdings eher darin, wer den schlagfertigeren oder sarkastischeren Kommentar parat hatte.“

KI-Musikvideo und spontaner Pub-Auftritt

Ein weiteres Thema des Talks war das KI-gestützte Musikvideo zu „In the Stars“. Darin sind digitale „Stones-Avatare“ aus früheren Zeiten zu sehen.

Jagger betonte, dass KI ausschließlich für die Gesichter eingesetzt worden sei. Eine frühe Version habe allerdings dazu geführt, dass Ronnie Wood aussah wie Gitarren-Legende Jeff Beck – ein lustiger Fehler, der vor der Veröffentlichung nachgebessert wurde.

Darüber hinaus erzählt Jagger von einem spontanen Auftritt in einem Pub in Oxford. Nach einem Schwatz mit Studenten stieg er in eine irische Folk-Session ein, bei der er kurzerhand den Gesang übernahm. Niemand anderes wollte ans Mikro treten.

Ralf Niemczyk schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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