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Afrika Bambaataa soll Kinder sexuell belästigt haben – der Musiker streitet ab

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Afrika Bambaataa soll Kinder sexuell belästigt haben – der Musiker streitet ab

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Der 59-jährige Kevin Donovan, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Afrika Bambaataa, soll in den 1980er Jahren mehrere Kinder in sein Haus gelockt und sexuell belästigt haben.

Eines der angeblichen Opfer meldet sich namentlich zu Wort. Der heute 39-jährige Hassan Campbell sagte im Gespräch mit „New York Daily News“:

„Sein Haus war sehr unterhaltsam: Es gab dort Stars, Musiker und Helden aus der Nachbarschaft. Es war der beste Ort, an dem man sich befinden konnte – aber auch der schlimmste. Er ist ein Perverser. Er mag kleine Kinder.“

Afrika Bambaataa streitet die Anschuldigungen ab. Zulu Nation, jene von ihm gegründete Hip-Hop-Gruppe, hat eine Stellungnahme veröffentlicht und spricht von einer “Regierungsverschwörung”, die auch die “New York Daily News” unter Kontrolle habe. Außerdem wird Campbell in der Stellungnahme als „Lügner und bezahlter Polizei-Informant der Regierung“ bezeichnet. Die Anschuldigungen seien Unwahrheiten, die nur zum Ziel haben, Bambaataas Ruf zu schädigen. Sein Rechtsanwalt wollte bislang keinen Kommentar abgeben.

Im März 2016 wurde Afrika Bambaataa bereits von Ronald Savage des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Eine weitere Person, ein heute 50-Jähriger aus New York, der anonym bleiben möchte, sagt zu den Anschuldigungen:

„Was Ronald Savage sagt, entspricht der Wahrheit, da es mir auch passiert ist. Ich habe noch nie mit einer Person darüber gesprochen, aber als ich davon gehört habe, dachte ich ‚Heilige Scheiße, sie sind ihm endlich auf die Schliche gekommen‘.“

Ein weiterer Mann, der 51-jährige Troy aus North Carolina, hat sich ebenfalls als Missbrauchsopfer gemeldet:

„In mir steckt immer noch eine Menge Ärger wegen der ganzen Sache. Ich verarbeite das schon seit Jahren. Es ist eine Schande, dass es nicht eher ans Licht gekommen ist.“

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  • Der Langhaarige

    Da es immer einfach ist, solcher Taten beschuldigt zu werden und man selbst bei einem bewiesenen Freispruch diese Gerüchte nie wieder abschütteln kann, warte ich immer auf die ganzen Fakten, bis ich auf den “Der Typ ist schuldig!” Zug aufspringe, aber eine Regierungsverschwörung? Echt jetzt?

    • Red Lope

      Alles ist möglich, aber Skepsis auch kein Fehler. Bei Jimmy Savile hat die Verschwörung (wer auch immer alles drin verwickelt war) dafür gesorgt, dass es unter dem Teppich blieb. MIßbrauchsvorwürfe sind schwer zu beweisen, weil es meist um “Aussage gegen Aussage” geht – man tut “sowas” selten in Gegenwart Dritter. Andererseits sind solche Vorwürfe aus demselben Grunde auch prima geeignet, Berühmtheiten in die Pfanne zu hauen. Es bleibt immer was hängen, wie man so sagt.
      Man hüte sich also einerseits vor Vorverurteilungen, andererseits auch davor, mögliche Opfer nicht ernst zu nehmen.