Afrika Bambaataa wird erneut sexueller Missbrauch an einem Kind vorgeworfen


von

Afrika Bambaataa wird zur Last gelegt, einen 12-Jährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Die Ereignisse hätten sich 1991 bis 1995 ereignet. Zuletzt war dem Gründer von Zulu Nation 2016 vorgeworfen worden, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Damals hatte der New Yorker Hip-Hop-DJ alle Vorwürfe bestritten.

Der Musiker, der mit gebürtigem Namen Lance Taylor heißt, wurde vor Kurzem wegen sexuellen Missbrauchs und Sexhandel mit Minderjährigen angeklagt. Am 04. August war eine Klage gegen den Hip-Hop-Pionier beim Obersten Gerichtshof des Staates New York eingereicht worden.

„Der Kläger wurde Opfer von Sexhandel, da der Beschuldigte Taylor [Afrika Bambaataa] den Kläger an andere Orte transportierte, um den Kläger anderen erwachsenen Männern für Sex anzubieten“, heißt es in der Klage. „Während dieser Begegnungen sah der Beschuldigte Taylor, wie der Kläger von anderen erwachsenen Männern sodomisiert wurde.“

Bambaataa habe das Opfer, das in der Anklage als John Doe aufgeführt wird, zunächst in sein Heim-Fitnessstudio eingeladen. In der Klage wird weiterhin behauptet, dass Afrika Bambaataa „den Kläger an privaten Körperstellen unangemessen berührt“ hätte, und dass er „den Kläger schließlich ermutigte, in der Wohnung des Beschuldigten Taylor pornografische Videos anzusehen“, was „zu gegenseitiger Masturbation … und Analverkehr“ führte.

Erste Anschuldigungen bereits 2016

Neben Bambaataa wird auch die Gruppe Zulu Nation als Beschuldigte genannt. Afrika Bambaataa hatte sie in den 1970er Jahren gegründet. In der Klage sei behauptet worden, dass jene Wohnung das Hauptquartier der Zulu Nation gewesen sei. In einer Erklärung gegenüber der „Metropolis“-Zeitung sagte Zulu Nation kürzlich: „Seit 2016, als diese Jahrzehnte alten Anschuldigungen zum ersten Mal auftauchten, hat sich nichts geändert. Dies ist eine persönliche Angelegenheit für Afrika Bambaataa und seine Anwälte und hat absolut nichts mit der 10-jährigen UZN-DOCA-Mission, den Programmen und Projekten zu tun, die im revolutionären Erbe von The Black Panther Party & The Young weitergeführt werden.“

Im Jahr 2016 hatte Ronald Savage den Hip-Hop-DJ zum ersten Mal des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Dieser behauptete, Afrika Bambaataa habe ihn im Alter von 15 Jahren zum Oralsex gezwungen. Daraufhin meldeten sich drei weitere mutmaßliche Opfer zu Wort und beschuldigten den Zulu-Nation-Gründer.

Der heute 39-jährige Hassan Campbell erklärte in einem Gespräch mit „New York Daily News“: „In seinem Haus war es sehr unterhaltsam: Da waren Stars, Musiker und Helden aus der Nachbarschaft. Es war der beste Ort, an dem man sich befinden konnte – aber auch der schlimmste. Er ist ein Perverser. Er mag kleine Kinder.“

Nach den Anschuldigungen im Jahr 2016 trat Bambaataa in der „Ed Lover Show“ auf und bestritt alle Vorwürfe mit den Worten: „Heute könnte ich es sein und morgen du. Ich bestreite alle Anschuldigungen, die gegen deren Bruder Afrika Bambaataa erhoben werden, vollständig.“