Alabama Shakes verarbeiten verrückte Zeiten im Song „American Dream“

Vor ihrer Frühjahrstour veröffentlichen Brittany Howard und Band einen neuen Track.

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Alabama Shakes haben die neue Single „American Dream“ veröffentlicht – der zweite Track, den das Trio seit seinem überraschenden Comeback Ende 2024 herausgebracht hat.

„Es ist eine Momentaufnahme dessen, was wir 2026 durchleben“, sagte Sängerin Brittany Howard über „American Dream“ in einem Statement. „Ich schaue mich um und frage mich, wie wir an einen Punkt gekommen sind, an dem so viel Druck herrscht und so wenig Unterstützung. Es sollte eigentlich nicht unmöglich sein, sich von der Arbeit freizunehmen, um sein Kind zum Arzt zu bringen – das ist schlicht wahnsinnig. Ich hoffe, dass die Leute diesen Song eines Tages hören und sagen: ‚Ja, damals war alles beschissen, aber wir haben es überstanden.’“

Nach fast einem Jahrzehnt ohne gemeinsame Aktivitäten feierten Alabama Shakes – heute bestehend aus Howard, Bassist Zac Cockrell und Gitarrist Heath Fogg – im Dezember 2024 in Tuscaloosa, Alabama ein überraschendes Reunion-Konzert. Darauf folgte eine Tour 2025 sowie „Another Life“, der erste neue Song der Band seit über zehn Jahren.

Neues Album in Sicht

Alabama Shakes sollen noch in diesem Jahr ihr drittes Studioalbum veröffentlichen – das erste seit „Sound & Color“ aus dem Jahr 2015. Es wird zugleich das erste Album bei Island Records sein, mit dem die Band 2025 einen Vertrag unterzeichnete.

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„American Dream“ erscheint nur wenige Tage bevor Alabama Shakes am 16. April ihre Nordamerika-Amphitheater-Tour starten. Unterwegs wird die Band außerdem als Vorgruppe bei Zach-Bryan-Konzerten in Eugene, Oregon und Dover, Delaware auftreten.

Die Alabama Shakes sind eine US-amerikanische Band aus Athens, Alabama, die sich 2009 gegründet hat. Angeführt von Brittany Howard, deren Stimme zwischen rohem Soul und aufgerissenem Blues pendelt, schleuderte die Band mit „Boys & Girls“ einen ungeschliffenen Brocken in die glatte Poplandschaft. Doch erst „Sound & Color“ zeigte ihren Mut zur Veränderung: psychedelischer, mutiger, unberechenbarer. Keine Retro-Nummer, sondern ein lebendiger Beweis, dass echter Rock nicht tot ist. Man hört darin den Süden der USA in seiner vibrierendsten, widersprüchlichen Realität.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil