ALLE Halbzeit-Shows des Super Bowl im Ranking

Wir haben alle Halftime Shows gesehen und die Auftritte vom schlechtesten zum besten Besten gerankt.

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6. Shakira und Jennifer Lopez (2020)

Shakira und Jennifer Lopez waren nicht die ersten Latinas, die die Halbzeitpause des Super Bowl rockten – Gloria Estefan gab sich dreimal die Ehre. Aber dieses Mal wurden sie laut. Dank des rassistisch motivierten Ausschluss von Colin Kaepernick hatte die NFL Probleme, namhafte Stars zu finden, die den Auftritt übernehmen wollten. Aber die kolumbianische Rockergöttin und der nuyoricanische Tänzerin haben es allen Fitnessstudio-Müttern da draußen gezeigt: ihr glitzerndes Workout war eine sportliche Leistung, die das eigentliche Spiel übertraf. Shakira spielte Gitarrenheld von „She Wolf“ bis zu Led Zep’s „Kashmir“. JLo ritt auf einer Stripperstange ein. Ihre Tochter sang Springsteens „Born in the U.S.A.“. Bad Bunny und J Balvin kämpften darum, mit den Queens mithalten zu können.

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Darüber lässt sich immer noch trefflich streiten: Brillant oder wahnsinnig? Ich persönlich bin ein Mann von beidem. Damals war es ein Skandal – ein paar Monate später, mitten in der Aufnahme von Aerosmith in die Rock and Roll Hall of Fame, hielt Kid Rock inne und fragte: „Was habt ihr euch dabei gedacht?“ Aber „Walk This Way“ muss eines der verrücktesten dreiminütigen Spektakel sein, das je im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Britney, in silbernen Football-Hosen, in der Rolle der Missy, die bereit war zu spielen. Mary J. Blige heult dazu. Nelly rappt über Joe Perrys Gitarrensolo. Wirklich, die ganze glorreiche und schmutzige Geschichte der amerikanischen Popmusik ist in dieser Aufführung zu sehen.

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4. Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem, Mary J. Blige, 50 Cent und Kendrick Lamar (2022)

Es ist offiziell: Kalifornien weiß wirklich, wie man Party macht. Zum ersten Mal stand der Hip-Hop beim Super Bowl im Mittelpunkt. Dr. Dre wurde seiner Rolle gerecht, indem er eine Lektion in Sachen Westküsten-Rap der alten Schule erteilte. Snoop Dogg schloss sich ihm bei „California Love“ an, während Mary J. Blige, die Königin des Hip-Hop Soul, in „Family Affair“ Hass und Hetze anprangerte. Kendrick Lamar – der wirklich einen ganzen Halbzeitspot für sich braucht – sang „Alright“. Aber das Highlight war Eminem, der am Ende von „Lose Yourself“ aus Solidarität mit Colin Kaepernick und aus Trotz gegen die NFL-Zensur auf die Knie ging. Bonus: Anderson Paak an den Drums.

3. Beyoncé (2013)

sieht im Nachhinein sogar noch erstaunlicher aus, jetzt, da wir wissen, wie sie heimlich ihre Freizeit verbrachte. (Wahrscheinlich fuhr sie direkt vom SuperDome ins Studio und schrieb „Partition“ in der Limousine.) Bey hat die Welt mit übermenschlichen Darbietungen von „Crazy in Love“, „Baby Boy“ und „Independent Women„ begeistert. Bei der Wiedervereinigung von Destiny’s Child ließ sie Kelly Rowland und Michelle Williams auf die Bühne zaubern. Aber Bey blies die Lichter aus, als sie „Halo“ flüsterte und schrie. („Everybody put your hands towards me – I want to feel your energy!“) Was für ein Erlebnis, den Planeten mit dieser Frau zu teilen.

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2. U2 (2002)

U2 schufen einen der wirklich

, gleichauf mit „Bad“ bei Live Aid. Nur wenige Monate nach dem 11. September machten U2 diesen zu einem Tribut an die Opfer des Attentats. Nach dem Auftakt mit „Beautiful Day“ spielten sie das elegische „MLK“, während die Namen der Toten auf einer riesigen Leinwand eingeblendet wurden – ein unvergesslicher Anblick. Dann folgte „Where the Streets Have No Name“. Am Ende riss Bono seine Jacke auf und enthüllte die darin eingenähte amerikanische Flagge. Es war eine schmerzliche Hommage an Amerika, die sich immer noch zutiefst antikriegerisch und gewaltfrei anfühlte, was zu dieser Zeit eine große Leistung war. Nur die Iren konnten dies so grandios und doch so emotional direkt umsetzen. Erwachsene Männer weinten eimerweise. Jeden albernen Ehrgeiz, den U2 jemals hatten, jeden hochtrabenden Anspruch, den sie jemals erhoben, haben sie sich an diesem Abend verdient.

1. Prince (2007)

Jeder wusste, dass Prince

machen würde. Aber er übertraf alle Erwartungen – und das mitten in einem Gewitter in Miami. Ein Foo-Fighters-Cover? „We Will Rock You“ in „Let’s Go Crazy“? „All Along the Watchtower“? Ein epischer Gitarren-Jam zu „Purple Rain“?

Dieser sexy MF sorgte immer wieder für Überraschungen – ein historisches Feuerwerk an Rock & Roll-Arroganz. Diese Performance ist in den Jahren nach seinem tragischen Tod im Jahr 2016 noch viel berühmter geworden. Als er noch lebte, wehrte er sich dagegen, dass das Video online gestellt wird, sodass man es nicht einmal auf YouTube finden konnte. Aber seit seinem Tod hat seine Show zu Recht ihren Platz als legendärer Prince-Moment eingenommen. Totale Meisterschaft. Total cool. Ganz Prince.

Theo Wargo WireImage

Rob Sheffield schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil