Anne Hathaway drängte die Produzenten von „Devil Wears Prada 2“, keine „erschreckend dünnen“ Models zu casten
Meryl Streep erinnert sich, wie ihre Kollegin „den Produzenten das Versprechen abrang, dass die Models im Film nicht so ausgezehrt sein würden“.
In Mode, Medien und Kultur hat sich vieles verändert, seit „The Devil Wears Prada“ vor zwei Jahrzehnten in die Kinos kam. Doch während Anne Hathaway und Meryl Streep ihre Rollen für das kommende Sequel „The Devil Wears Prada 2“ wieder aufnehmen, müssen sie feststellen, dass manches leider beim Alten geblieben ist. In einem aktuellen Interview mit „Harper’s Bazaar“ enthüllte Streep, dass Hathaway die Produzenten wegen des Castings „ausgezehrter“ Models konfrontiert hat.
Streep erinnerte sich daran, „beeindruckt gewesen zu sein, wie nicht nur wunderschön und jung – mir scheint jeder jung – sondern auch beängstigend dünn die Models waren“, und fügte hinzu: „Ich dachte, das sei alles schon vor Jahren geklärt worden.“ Auch Hathaway sei das aufgefallen. „Sie marschierte schnurstracks zu den Produzenten und rang ihnen das Versprechen ab, dass die Models in der Show, die wir für unseren Film zusammenstellen, nicht so ausgezehrt sein würden“, sagte Streep. „Sie ist wirklich eine Frau mit Rückgrat.“
„The Devil Wears Prada 2“ soll am 1. Mai erscheinen. Streep, Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci schlüpfen alle erneut in ihre Rollen für das Sequel, das vergangenen Sommer an verschiedenen Orten in New York gedreht wurde.
Debatte um Körperbilder
Der Film kommt zu einem Zeitpunkt, da die Diskussion über extreme Schlankheit – insbesondere wie sie einem empfänglichen Publikum online präsentiert wird – im Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses über Prominente steht. Im November veröffentlichte Jameela Jamil ein TikTok, in dem sie sich dagegen wehrte, dass es „Body-Shaming sei, darauf hinzuweisen, dass die Ästhetik der Abmagerung unter Frauen in Hollywood rapide zunimmt. Frauen in ihren 20ern, 30ern, 40ern, sogar 50ern.“
Sie fuhr fort: „Plötzlich werden sie so dünn, dass man ihre Rippen sieht, dass die Hüftknochen herausstechen. Niemand sagt, sie sehen widerlich aus – das wäre Body-Shaming. Wir sprechen darüber, weil es so weit verbreitet ist, so extrem, und so schnell passiert ist … Es macht mich traurig, dass Stärke nicht mehr erstrebenswert ist. Es macht mich traurig, dass Zerbrechlichkeit und Schwäche in diesem Zeitalter des Feminismus ein Schönheitsideal sind. Wir haben zu viel erreicht, um jetzt unsere Gesundheit, unser Glück und unsere Lebenserwartung aufs Spiel zu setzen.“