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Aretha Franklin, Königin des Soul, ist tot

Aretha Franklin ist tot. Die so genannte „Queen of Soul“ verstarb am Donnerstag (16. August) im Alter von 76 Jahren. Das gab ihre Sprecherin Gwendolyn Quinn bekannt. Franklin litt seit acht Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Seit Montag wurde über den schlechten Gesundheitszustand der Sängerin berichtet. An ihrem Krankenbett weilten seitdem Familie und Freunde; enge Verwandte hatten zunächst zu Protokoll gegeben, dass sich ihr Gesundheitszustand wieder verbessert hätte.

Die Angehörigen schreiben in einem Statement:

Kooperation

It is with deep and profound sadness that we announce the passing of Aretha Louise Franklin, the Queen of Soul, in a statement issued by Franklin’s family through her longtime publicist, Gwendolyn Quinn.

Franklin, 76 years old, passed away on Thursday morning, August 16 at 9:50 a.m. at her home in Detroit, MI, surrounded by family and loved ones. Franklin’s official cause of death was due to advance pancreatic cancer of the neuroendocrine type, which was confirmed by Franklin’s Oncologist, Dr. Philip Phillips of Karmanos Cancer Institute in Detroit, MI.

“In one of the darkest moments of our lives, we are not able to find the appropriate words to express the pain in our heart. We have lost the matriarch and rock of our family. The love she had for her children, grandchildren, nieces, nephews, and cousins knew no bounds.”

“We have been deeply touched by the incredible outpouring of love and support we have received from close friends, supporters and fans all around the world. Thank you for your compassion and prayers. We have felt your love for Aretha and it brings us comfort to know that her legacy will live on. As we grieve, we ask that you respect our privacy during this difficult time.” 

Funeral arrangements will be announced in the coming days.

Aretha Franklin: die größte Sängerin aller Zeiten, gewählt von ROLLING STONE

Text von Mary J. Blige

Man weiß, wenn etwas vom Himmel gesandt ist. Man weiß, wenn Gott seine Hand im Spiel hatte. Und Aretha ist ein Geschenk Gottes. Wenn es darum geht, sich mit jeder Faser in einen Song einzubringen, kann ihr niemand das Wasser reichen. Sie ist der Grund, warum Frauen singen wollen. Aretha hat alles – die Kraft, die Technik. Sie ist ehrlich in allem, was sie sagt. Alles was sie denkt oder tut, ist in ihrer Musik zu finden, von „Chain Of Fools“ bis „Respect“ und ihren Live-Auftritten. Und sie zweifelt keine Sekunde an sich.

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Ich glaube, dieses Selbstvertrauen hat mit ihrer Verwurzelung im Gospel zu tun, weil man im Gospel nicht herumspielt – da geht es darum, wer am meisten drauf hat, wer die besten Parts kriegt. Für sie ist das alles nicht nur ein Spiel. Als ich klein war, liefen „Do Right Woman“ und „Ain’t No Way“ bei uns jeden Tag. Meine Mutter weinte, wenn sie diese Songs hörte, und ich weinte mit. Durch den Soundtrack zu „Sparkle“ entdeckte ich Aretha dann für mich selbst. Ich glaube, ich habe „Giving Him Something He Can Feel“ 30 Mal hintereinander gespielt, bis mir klar wurde, dass das ja die Stimme war, die meine Mutter so gerne hörte.

Sogar die Art, wie sie Wörter ausspricht, ist fantastisch: In „Giving Him Something He Can Feel“ singt sie „Many say that I’m too young“ – und wie sie „I’m“ sagt, man kann es fast sehen, sie ist stinksauer, aber du hängst immer noch an ihren Lippen. Ich sehe ihre Hände vor mir, wenn sie auf „Ain’t No Way“ singt „You’re tying both of my hands“, weil sie das Wort „both“ dermaßen attackiert. Wenn man sie bei der Arbeit sieht, erkennt man, warum Aretha so ist, wie sie ist.

Sie war schon eine Gospelgröße, bevor sie den ersten weltlichen Hit hatte. Protegiert vom Pastorenvater und dem legendären Reverend James Cleveland, der auch wieder am Piano saß, als sie im Wallekleid die Baptistenkirche einnahm, sich hinter die Holzkanzel klemmte und das Schönste von Jesus bis Marvin Gaye sang. Zwei historische Tage: Show und Gottesdienst, endgültig versöhnt.

„Wo hat sie denn den Ton gefunden?“

Als wir „Don’t Waste Your Time“ für mein Album „Mary“ aufnahmen, marschierte sie einfach rein und verputzte die Platte wie Pac-Man. Sie konnte eine Gospel-Phrase singen, und es wurde etwas Spacig-Jazziges draus, das ich noch nie gehört hatte: „Wo kam das denn jetzt her? Wo hat sie denn den Ton gefunden?“ Es ist wunderbar, so etwas zu erleben, weil es Menschen hilft, die nicht so recht an ihr Talent glauben mögen, so wie ich. Ich schaue sie an und denke:„Davon brauche ich auch ein Stück. Was immer es ist.“

Geburtstag: 25. März 1942.
Wichtigste Songs: „(You Make Me Feel Like) A Natural Woman,“ „Respect,“ „I Never Loved A Man (The Way I Love You),“ „Think,„ Chain Of Fools“
Inspiration für: Whitney Houston, Alicia Keys, Aaron Neville, Annie Lennox

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Grammys 2019: Berührende Hommage an Aretha Franklin lässt Publikum tanzen

Für einige wenige Minuten wurde der Saal, in dem die 61. Verleihung der Grammys in der Nacht von Sonntag auf Montag in Los Angeles stattfand, zu einer Kirche. Fantasia Barrino-Taylor, Andra Day und Yolanda Adams nahmen das prominente Publikum und die Zuschauer vor den Bildschirmen mit auf eine Erinnerungsreise, um die verstorbene „Queen Of Soul“ zu ehren. Als Verneigung vor der 18-maligen Grammy-Gewinnerin sang das Trio ihren Hit „A Natural Woman (You Make Me Feel Like)“ von 1968 und sorgte damit sogar dafür, dass viele Gäste im Haus anfingen zu tanzen. Ein bewegender Moment während einer aufgeplusterten Feier der besten Musik…
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