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B-Street Band sagt für Donald Trumps Amtseinführung ab – aus Respekt vor Bruce Springsteen

Die B-Street Band hat ihren Auftritt bei einer Party zur Amtseinführung von Donald Trump (19. Januar) abgesagt. Das teilte die Gruppe um Sänger Will Forte auf Facebook mit (s.u.). Zuvor musste die Band, die Coverversionen von Bruce Springsteen spielt, durch einen Shitstorm. Kritikpunkt: Ein Demokrat wie der „Boss“ würde den Republikaner Trump niemals unterstützen,  er war gar in die Kampagne der Demokratin Hillary Clinton involviert. Andere Fans der B-Street Band wiederum werfen der Truppe nun auf Facebook und Twitter vor, sie seien Wendehälse oder „Verräter“.

Die Band bezeichnet sich als „unpolitisch“, und Forte betont, dass die Absage nicht aus politischen Gründen geschehen sei – lediglich aus „Respekt und Dankbarkeit“ gegenüber Springsteen, dessen Lieder die Karriere der Covergruppe überhaupt erst ermöglicht haben, habe man sich zum Rückzug von der Feier entschlossen.

Steven van Zandt: B-Street Band ist naiv

Steven van Zandt, Gitarrist der E Street Band, den musikalischen Begleitern vom „Boss“, ist zwar ein Fan der Epigonen – kritisiert sie aber auch. Van Zandt bezeichnet als als „naiv zu glauben“, dass man „Kunst und Politik voneinander trennen kann.“

 

„Wir müssen aus diesem Sturm wieder raus“, so begründet Will Forte die Entscheidung der B-Street Band, nicht für den künftigen POTUS aufzutreten. Der Sänger betont seit Tagen, dass die B-Street Band vertraglich an den Auftritt gebunden gewesen sei. Tatsächlich sei man auch schon zweimal für einen US-Präsidenten aufgetreten – den Demokraten Obama, 2009 und 2013.

Von 2013 stamme auch die vertragliche Vereinbarung für den 19. Januar, da habe man gar nicht wissen können, wer 2016 zum Staatsoberhaupt Amerikas gewählt werden würde. „Schlagzeilen wie ‘Trump heuert die B-Street Band an‘ sind einfach irreführend“, sagt Forte. Der 63-Jährige sprach mit ROLLING STONE auch über den Druck, den er von allen Seiten verspüre, und dem er als vierfacher Familienvater einfach nicht mehr standhalten wolle und könne.

Garry Tallent, als Bassist Gründungsmitglied der E Street Band, war der erste „Boss“-Musiker, der sich überrascht zum geplanten Auftritt der Covergruppe geäußert hatte:

Trump-Partyplaner sind enttäuscht

„Ich bin bereit die Konsequenzen für diese Art von Vertragsbruch zu tragen“, sagt Forte über die Entscheidung der B-Street Band. Die Veranstalter der Trump-Party schickten dem amerikanischen ROLLING STONE auf Anfrage ein Statement. Darin kam „Enttäuschung“ über die Entscheidung zum Ausdruck, aber auch „Verständnis“, da es Druck und Aufmerksamkeit von vielen Seiten gegeben hätte. Forte:

Jeder wünscht sich seine 15 Minuten Ruhm. Aber nicht auf diese Weise

Donald-Trump-Partytruppe B-Street Band: „Hoffentlich regt sich Bruce Springsteen nicht auf!“


Axl Rose schimpft auf Donald Trump: „Wir haben keinen Präsidenten“

Dass Donald Trump nicht viele Unterstützer im weltweiten, vor allem sogar amerikanischen Kulturleben hat, wurde spätestens dann klar, als der US-Präsident Schwierigkeiten hatte, einen Künstler zu finden, der für bei seiner Amtseinführung singen wollte. Auch Axl Rose hat in der Vergangenheit bereits regelmäßig klargemacht, dass ihm die Vorhaben des 72-Jährigen im Weißen Haus missfallen. So attackierte der Sänger unter anderem die First Lady Melania, kritisierte aber auch die Beratungsposition von Trumps Tochter Ivanka. Nun griff Rose den amerikanischen Präsidenten erneut aufs schärfste an. Dafür nutze der 56-Jährige das liebste soziale Medium Trumps, Twitter, um seiner Wut Raum zu geben. Der…
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