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Produzentin behauptet: „James Bond“ wird nie von einer Frau verkörpert werden


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Dass die Figur des James Bond nicht unbedingt die Sache der Frau unterstützt, ändert nichts daran, dass die Filme um den britischen Geheimagenten große Erfolge feiern.

Trotzdem werden immer wieder Stimmen laut mit der Frage, ob es nicht ein gutes Zeichen wäre, den Mann durch eine Frau zu ersetzen. Womit auch der Name „James“ hinfällig werden würde. Dagegen wehrt sich nun die Hauptproduzentin Barbara Broccoli in einem Interview mit dem „Guardian“.

„Bond ist definitiv ein männlicher Charakter“, äußerte die Filmemacherin. „Er wurde als Mann geschrieben und wird es höchstwahrscheinlich auch bleiben. Und das ist in Ordnung“. Stattdessen schlägt Broccoli vor, die weiblichen Rollen in der Franchise diverser zu gestalten: „Wir müssen männliche Rollen nicht in Frauen umwandeln. Lasst uns einfach mehr weibliche Charaktere erschaffen und die Geschichte zu diesen Frauen passend gestalten.“

James Bond – ein Chauvinist?

Zu der Kritik, dass Bond im Jahr 2018 einem Chauvinisten gleicht, erklärte die Franchise-Chefin, dass das schlicht an dem Zeitalter läge, in dem die Figur erschaffen wurde. „Die Geschichte entstand in den 1950er Jahren, also gibt es einige Aspekte in Bonds DNA, die sich nicht verändern werden“, erklärte die Amerikanerin. Gleichzeitig verteidigte sie die Entwicklung der Serie: „Aber schauen Sie, wie sich die Welt verändert hat. Und ich glaube, dass Bond mitgegangen ist und sich mit den Zeiten verändert hat. (…) Insbesondere die Daniel-Craig-Filme haben verändert, wie Frauen in den Filmen gesehen werden.“

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Zuletzt hat das beliebteste britische Serien-Franchise, „Doctor Who“, in seiner neusten Staffel erstmals einen weiblichen Doktor besetzt. Den gesellschaftlichen Raum für eine Top-Spionin gibt es also auf jeden Fall. Trotzdem wird im Jubiläums-Streifen „Bond 25“ nochmal Daniel Craig die Rolle übernehmen.

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Nach MGM-Kauf durch Amazon: Bond-Filme sollen weiterhin im Kino anlaufen

Am Donnerstag (26. Mai) wurde bekannt, dass Amazon das Hollywood-Studio Metro Goldwyn Mayer (MGM) für 8,45 Milliarden US-Dollar gekauft hat und sich damit die Rechte an Klassikern wie „Rocky“ oder Serien wie „Fargo“ sichert. Seither ist vielen unklar, was dieser Deal für die Zukunft der Filmbranche bedeutet. Zukünftige James-Bond-Filme, die zu MGM gehören, sollen jedenfalls weiterhin auch in Kinos Premiere feiern und nicht, wie von vielen befürchtet, nur via Stream. Laut „The Hollywood Reporter“ wurde dies nun von der Produzentin Barbara Broccoli und dem Drehbuchautor Michael G. Wilson persönlich versichert. Wie das Branchenblatt „Deadline“ bereits berichtete, soll für 2021 noch…
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