Bob Marley: Verschollene Live-Aufnahmen aus den 70ern gefunden


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Welche Schätze verloren gehen, lässt sich leider oft erst feststellen, wenn es schon zu spät ist. Anders ist es in diesem Fall! In London wurden zufällig 13 Bänder mit Live-Mitschnitten von Auftritten Bob Marleys aus den Jahren 1974 bis 1978 gefunden. Sie befanden sich in einem Pappkarton und machten den Eindruck, als seien sie im Grunde nicht mehr zu gebrauchen.

Aus den Magnetbändern tropfte einem Bericht des „Guardian“ zufolge sogar Dreck heraus. Glücklicher Finder war der Londoner Geschäftsmann Joe Gatt, der die wertvollen Aufnahmen – unter Fans auch als „Lost Masters“ bekannt – in Sicherheit brachte.

Pünktlich zum Geburtstag

Bob Marley hatte mit seiner Band, den Wailers, in den 70ern in einem inzwischen allerdings geschlossenen Hotel in London gewohnt und dabei wohl jene Tapes hinterlassen, die nun gefunden worden sind. Zum 72. Geburtstag des Reggae-Stars konnte die gute Nachricht nun an die Öffentlichkeit getragen werden.

Bob Marley live 70er
Die Reggae-Ikone in den 70ern

Mehr als ein Jahr brauchte ein Tonstudio, um die analogen Aufnahmen weitestgehend in der ursprünglichen Klangqualität wiederherzustellen. Selbstverständlich wurden die Songs digitalisiert, so dass die Live-Versionen von „I Shot The Sheriff“ oder „Exodus“ auch für immer und ewig erhalten bleiben. Interessant: Marley verwendete für die Recording Sessions ein mobiles Studio mit 24 Tonspuren, das ihm von den Rolling Stones ausgeliehen wurde.

Der Musiker verstarb am 11. Mai 1981 an einer Krebserkrankung, die er aufgrund seines Rastafari-Glaubens nicht behandeln ließ.

Michael Ochs Archives